Unesco-Titel im Visier

Verein Flößerstraße übergibt 100 Bücher an Bürgermeister Klaus Heilinglechner

Aquarell-Malerin Barbara Lexa mit den beiden Autorinnen Ursula Schmitt und Gabriele Rüth präsentieren das Pixi-Buch
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Realisierten das Pixi-Buch „Flucht aus Burg Teufelsnest“ (v. l.): Aquarell-Malerin Barbara Lexa mit den beiden Autorinnen Ursula Schmitt und Gabriele Rüth.

Wolfratshausen – Im April gab die deutsche Unesco-Kommission die Nominierung neuer Kulturformen für das weltweite immaterielle Kulturerbe bekannt. Genannt wurde auch die Flößerei.

Da auch künftige Vorhaben der nationalen und internationalen Trägervereine als Beitrag in den Bewertungsprozess einfließen, hat der Wolfratshauser Verein Flößerstraße bereits einige Projekte realisiert.

Erfolgreich abgeschlossen hat der Verein Flößerstraße bereits die kindgerechte Nacherzählung einer alten Flößersage, die nun als Pixi-Buch erhältlich ist. Die Geschichte klingt dramatisch, ist aber schon für Kinder ab fünf Jahren freigegeben: Raubritter Judas hat Beate – Kellnerin in Rena Zapfs Wolfratshauser Wirtshaus „Zum feurigen Lindwurm“ – in seine Burg bei Einöd entführt. Die attraktive Frau hat sich aber bereits in Gregor Wellinger verliebt.

Ob es dem Tölzer Floßmeister gelingt, Beate aus dem Kerker zu befreien, verrät das 28-seitige Büchlein „Flucht aus Burg Teufelsnest“. Gabriele Rüth, Vorsitzende des Vereins Flößerstraße, überreichte 100 Exemplare an Bürgermeister Klaus Heilinglechner. „Mit diesem Projekt möchte die Flößerstraße den Bewertungsprozess der weltweiten Unesco- Nominierung der Flößerei unterstützen“, betonte Rüth vor der Übergabe. Die Stadt Wolfratshausen wie auch die Städte Geretsried, Bad Tölz und die Gemeinde Eurasburg kauften die Bücher zu einem ermäßigten Preis ab, um sie dann weiter zu verteilen.

Die kindgerechten Texte haben die Geretsriederin Ursula Schmitt und Gabriele Rüth verfasst. Die im Buch abgedruckten Aquarelle hat die Wolfratshauser Künstlerin Barbara Lexa gemalt.

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Das Pixi-Buch „Flucht aus Burg Teufelsnest“ ist für 0,95 Euro bei Bavaria Selection in Wolfratshausen (Königsdorfer Straße 47) erhältlich.

Zudem plant der Verein Flößerstraße noch weitere Projekte, die die Unesco-Juroren positiv stimmen sollen. Dazu zählt ein Beitrag zur interdisziplinären Wanderausstellung „Holz macht Sachen“ von Initiator Adrian Siedentopf aus Seeshaupt. „Ein detailgetreues Modellfloß im Maßstab 1:45 hat dafür Vereinsmitglied Jörg Schwenger auf Kosten des Vereins gebaut, die Stadt Wolfratshausen hat das Projekt finanziell unterstützt“, berichtete Rüth. Ob das in Zusammenarbeit mit den Fußballjugendabteilungen des BCF, TSV und JFG Wolfratshausen geplante „Flößerpokalturnier“ in diesem Sommer ausgetragen werden kann, hängt von der aktuellen Pandemie-Entwicklung ab.

Bereits erschienen ist Memo-Spiel mit 30 Karten, auf den Flößermotive abgebildet sind. Ein Begleitheft erklärt die Abbildungen und informiert detailliert über die Flößerei. Peter Hermann

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