Zwei Jahre Planung: jetzt startet Sanierung

Wohnungsbaugesellschaft nimmt Umbau am Untermarkt in Angriff – Kosten: 4,5 Millionen

Unter Denkmalschutz: die städtische Immobilie am Untermarkt.
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Unter Denkmalschutz: die städtische Immobilie am Untermarkt.

Wolfratshausen – Vor zwei Jahren fasste der Stadtrat Wolfratshausen den Beschluss: die Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes am Untermarkt 10 erfolgt im Wege der ln-House-Vergabe durch die Städtische Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft (StäWo). In der jüngsten Stadtratssitzung informierte Bürgermeister Klaus Heilinglechner über den aktuellen Sachstand.

Bereits im März 2020 wurde dem Stadtrat ein Sachstandbericht einschließlich Einschätzung der Kostenentwicklung vorgestellt und der Auftrag an die StäWo-Dienstleistungs-GmbH auf den Ausbau der Einheiten hauptsächlich im Erdgeschoss erweitert. Insgesamt hat der Stadtrat 4,5 Millionen Euro für den Umbau und die Sanierung bereitgestellt. Da die im Mauerwerk festgestellten Werte der Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) den Grenzwert um das 50.000-fache überschritten, wurde bereits eine rund 100.000 Euro teure Schadstoffsanierung durchgeführt.

Nach mehreren Abstimmungsgesprächen mit dem Landratsamt, dem Landesamt für Denkmalpflege sowie der Regierung von Oberbayern stellte die Stadt entsprechende Fördermittelanträge. Nun liegt laut Heilinglechner die Baugenehmigung vor, sodass auch die Planer beauftragt werden konnten. „Die Ausschreibungsphase läuft zurzeit“, erklärte der Bürgermeister. An Zimmerer, Spengler und Gerüstbauer seien bereits Aufträge vergeben worden. Weitere Vergabegespräche für Baumeister, Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro laufen.

„Die ersten Angebote und Beauftragungen liegen im Kostenrahmen“, gab der Rathauschef bekannt. Die Bauarbeiten am Dach beginnen bereits in diesem November. Mit einer Fertigstellung des Gebäudes wird Ende 2021 gerechnet. Der Ausbau des Ladens für einen Gewerbebetrieb sowie die Einrichtung einer Tourist-Info sollen im ersten Quartal 2022 erfolgen. Der Ausbau des Heimatmuseums, das im Obergeschoss bleiben soll, ist im ersten und zweiten Quartal 2022 vorgesehen. Peter Herrmann

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