Eiffelturm-Mahnmal fürs Rathaus

„WOR for Future“-Aktivisten fordern konsequenten Klimaschutz

Übergabe der Eiffelturm-Miniatur: (v.l) Gundula Harrison, Dr. Sigrid Bender (hinten) und Dr. Hans Schmidt überreichten sie an den Zweiten Bürgermeister Günther Eibl.
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Übergabe der Eiffelturm-Miniatur: (v.l) Gundula Harrison, Dr. Sigrid Bender (hinten) und Dr. Hans Schmidt überreichten sie an den Zweiten Bürgermeister Günther Eibl.

Wolfratshausen – Am 12. Dezember 2015 kam es in Paris zu einem bedeutenden Klimaabkommen: Es sieht vor, dass die Erderwärmung gemessen an der vorindustriellen Zeit möglichst bei einer Erhöhung von 1,5 Grad gestoppt werden soll.

Um daran dauerhaft zu erinnern, überreichten Klimaaktivisten der Initiative „WOR for Future“ nun eine Eiffelturm-Miniatur an den zweiten Bürgermeister Günther Eibl.

„Global denken und lokal handeln ist mehr denn je lebensnotwendig“, glaubt Dr. Hans Schmidt. Der Umweltreferent des Wolfratshauser Stadtrats beteiligte sich vor Kurzem mit anderen Aktivisten der Initiative „WOR for Future“ an einer Mahnwache vor dem Rathaus.

„Drei Grad Temperaturerhöhungen kann sich die Menschheit nicht leisten – und jeder Tag, an dem nicht gehandelt wird, macht die Bemühungen um die Folgen des Klimawandels abzumildern, teurer“, erklärte Schmidt. Seit fünf Jahren werde in den Parlamenten zwar sehr viel geredet, die Bundes- und Landesregierungen können sich jedoch nur zu unverbindlichen Beschlüssen durchringen. „Das können wir uns schon lange nicht leisten, wenn wir in 20 Jahren noch die Zivilisation, wie wir sie schätzen, erleben wollen“, stellt Schmidt klar. Er erinnerte daran, dass der Wolfratshauser Stadtrat vor 14 Monaten fraktionsübergreifend den Klimanotstand ausgerufen hatte. Damit einher ging die Forderung, dass sich alles Verwaltungshandeln und alle Beschlüsse an der Erreichung dieses 1,5-Grad-Ziels ausrichten müssen. „Bisher ist so gut wie nichts geschehen“, bedauert der Umweltreferent. Weder werden die Neubauten der Stadt in Holz errichtet, noch gibt es eine absolute Priorität für den nicht motorisierten Verkehr. „Damit die Verwaltung und der Stadtrat bei jeder Diskussion und Entscheidung das Pariser Klimaabkommen und den Klimanotstandsbeschluss im Auge haben, wünschen wir uns, dass dieser Eiffelturm wahlweise im Büro des Bürgermeisters, bei den Fraktionssprecher-Treffen und im Sitzungssaal bei allen Stadtrats- und Ausschusssitzungen steht“, forderte Schmidt abschließend. Gebastelt hat den Papierturm übrigens die Tochter der „WOR for Future“-Aktivistin Gundula Harrison. Peter Herrmann

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