Wolfratshausens Vize-Bürgermeister Peter Plößl besucht CSU-Ortsverband

Schulterschluss im Fokus

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Wollen nicht mehr übereinander sondern miteinander reden: Bürgermeisterkandidat Michael Müller, CSU-Ortsvorsitzender Ewald Kailberth und Wolfratshausens Vize-Bürgermeister Peter Plößl (v.l.)

Geretsried – Schon im vergangenen Frühjahr regte CSU-Ortsvorsitzender Ewald Kailberth einen Stammtisch mit Geretsrieder und Wolfratshauser CSU-Stadträten an. Nun stellte Wolfratshausens Vize-Bürgermeister Peter Plößl seine Standpunkte zur Diskussion.

„Wir müssen den Blickwinkel Andersdenkender verstehen, ohne eigene Positionen aufzugeben. Ich will Brücken zwischen Geretsried und Wolfratshausen bauen“, gab sich Michael Müller diplomatisch. Der 43-Jährige, der 2014 Geretsrieder Bürgermeister werden will, freute sich über den Besuch seines Wolfratshauser Fraktionskollegen Peter Plößl. Der nutzte sogleich die Gelegenheit, um einige Missverständnisse aus der Welt zu räumen. „Wir sind keine S-Bahn-Verhinderer, sondern wehren uns nur gegen die geplante Schranken-Lösung an der Sauerlacher Straße. Ein rund 200 Meter langer Tunnel wäre zwar teuer, ist bei solch einem zukunftsweisenden Jahrhundertprojekt aber unerlässlich. Nur so haben wir den nötigen Rückhalt der Bevölkerung“, so Plößl. Ebenso verteidigte der Vize-Ratshauschef den Entschluss der Wolfratshauser Stadträte, die Entscheidung zu einer Beteiligung am geplanten Nordlandkreisbad in Geretsried zu vertagen. In anderen Fragen gäbe es indes viele gemeinsame Schnittmengen. Als Beispiel nannte Plößl die Notwendigkeit von Kreisverkehren. Sein Hauptaugenmerk richtet sich dabei auf die Wolfratshauser Ortsausfahrt unweit der McDonald’s-Filiale. Ein Linksabbiegen auf den B11-Zubringer in Richtung Geretsried ist derzeit vor allem im Berufsverkehr mit langen Wartezeiten verbunden. Für Ewald Kailberth wäre eine geschicktere Verkehrslösung an diesem Punkt schon allein deshalb erstrebenswert, weil die Stadt Geretsried in unmittelbarer Nähe Grund gekauft hat, der in Zukunft erschlossen werden soll. Als Paradebeispiel für die konstruktive Zusammenarbeit der Nachbarstädte führte Kailberth die jüngst erfolgte Einführung einer Nachtbuslinie an. Dass diese Errungenschaft von den Jusos – der Nachwuchsorganisation der SPD – angeregt wurde, wurde am CSU-Stammtisch indes nicht erwähnt. Schließlich werteten viele Stammtischgäste es schon einmal als großer Schritt, dass sich Vertreter der Geretsrieder und Wolfratshauser CSU-Ortsverbände zusammen an einen Tisch setzen. Nur Harald Schmalfuss, Bürgermeisterkandidat der Grünen, wollte dem verbalen Friedensschluss noch nicht ganz trauen: „Das waren schöne Worte. Mal abwarten, ob sie auch in die Tat umgesetzt werden können.“ Peter Herrmann

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