Schulkonzepte geprüft

Stadtrat erteilt Auftrag an Planegger Ingenieurbüro SMP

Soll saniert und erweitert werden: die Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg.
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Soll saniert und erweitert werden: die Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg.

Wolfratshausen – Den Zuschlag für die Vergleichsanalyse zur Schulsanierung erhielt nun das Unternehmen Seitz und Müller Projektmanagement aus Planegg bei München.

Im November 2020 beschloss der Stadtrat mit knapper 13:12-Mehrheit, dass ein externes Ingenieurbüro die Machbarkeit des Vorschlags von Kulturreferent Alfred Fraas (CSU) zur Erweiterung der Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg prüft.

Wie berichtet liegt neben der bereits vor über einem Jahr in Auftrag gegebenen Planung des Architekturbüros „karlundp“ ein alternativer Entwurf von CSU-Stadtrat Alfred Fraas vor. Der gelernte Holzbau-Ingenieur hatte eine 3-D-Präsentation erstellt, die durch eine Schule mit erweiterbarem Holzneubau, Glaspyramide und Turnhalle mit Pausenhof auf dem Dach führt. Seine Kostenschätzung liegt bei rund 34 Millionen Euro und damit deutlich unter dem „karlundp“-Vorschlag, der selbst bei der Berücksichtigung einiger Einsparpotenziale wie beispielsweise den Verzicht auf eine Tiefgarage oder ein Lehrschwimmbecken immerhin noch rund 43 Millionen Euro kosten würde.

Die Stadtverwaltung forderte Ende 2020 insgesamt neun Projektsteuerungsbüros zur Abgabe eines Angebots für beide Konzepte ab. 19 Stadträte entschieden sich schließlich für das Unternehmen SMP. Gegen eine Prüfung votierten Dr. Ulrike Krischke, Maximilian Schwarz (beide Bürgervereinigung Wolfratshausen), Dr. Patrick Lechner (FDP), Assunta Tammelleo (Grüne) und Gerlinde Berchtold (SPD). „Wir haben schon viel Zeit verloren und jetzt schießen wir unnötig Steuergeld raus“, kritisierte sie. Wie teuer die Prüfung werden wird, steht noch nicht fest. Laut Bürgermeister Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung Wolfratshausen) darf sie die Obergrenze von 60.000 Euro nicht überschreiten. Der Rathauschef plädierte dafür, die Vergleichsanalyse in vier Einzelschritten zu vollziehen und den Stadtrat jeweils mit Zwischeninformationen zu versorgen. Dagegen empfahl Dr. Manfred Fleischer (Wolfratshauser Liste) erfolgreich, die Prüfung in einem Prozess durchzuführen. Grünen-Fraktionssprecher Peter Lobenstein sah das genauso: „Wir müssen jetzt auf die Tube drücken“, mahnte er zur Eile. Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie wird dennoch frühestens im September vorliegen. Schulreferent Fritz Meixner (SPD) befürchtet nun gravierende Verzögerungen. „Sotten wir tatsächlich die Pferde wechseln und ganz neu in die Planung gehen, haben wir nicht 2025, sondern erst 2027 eine neue Schule“, prognostizierte er. Peter Herrmann

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