FDP gründet neuen Ortsverband

Zusammenschluss Geretsried-Wolfratshausen erfolgt am 12. Februar

+
Prominente Gastrednerin beim FDP-Neujahrsempfang: Europaparlamentsabgeordnete Nadja Hirsch (r.) forderte die Stärkung des „Chancenkontinents“.

Egling/Geretsried – Im Rahmen des Neujahrsempfangs der FDP in der Wirtschaft Pupplinger Au gab Kreisverbandsvorsitzender Fritz Haugg die Gründung des neuen Ortsverbands Geretsried-Wolfratshausen bekannt. Über internationale Herausforderungen sprach danach Europaparlamentsabgeordnete Nadja Hirsch.

Eine positive Bilanz des vergangenen Jahres zog FDP-Kreisvorsitzender Fritz Haugg beim Neujahrsempfang der Liberalen im Wirtshaus Pupplinger Au. Nach dem Wiedereinzug in den bayerischen Landtag und einem deutlichen Mitgliederzuwachs auf Kreisebene von 52 auf derzeit „knapp über 60 Mitglieder“, will sich die Partei nun verstärkt im Mittelzentrum Geretsried-Wolfratshausen positionieren. „Diese beiden Städte sind so vernetzt, dass man von einem gemeinsamen Gebiet sprechen kann“, erklärte Haugg.

Am 12. Februar wird deshalb im Wolfratshauser Wirtshaus Flößerei der FDP-Ortsverband Geretsried-Wolfratshausen gegründet. Der Geretsrieder Kreisrat Günther Fuhrmann hat diesbezüglich hohe Erwartungen. „Ich wünsche mir eine neue Ära in der FDP-Kommunalpolitik“, sagte er. Als einziger FDP-Abgeordneter im Geretsrieder Stadtrat stehe er mit seinen Anträgen derzeit oft auf verlorenem Posten. „Wir müssen Fraktionsstärke bekommen und wieder sichtbarer werden“, forderte Fuhrmann. Zudem will Fuhrmann im Geretsrieder Stadtrat einen Antrag stellen, dass ein „Arbeitskreis zur Infrastruktur für technische und soziale Maßnahmen“ gegründet wird. Nur so sei das sich stetig verschärfende Verkehrsproblem und der prognostizierte Zuzug in den Griff zu bekommen. Fuhrmann bedauerte ausdrücklich, dass dieser Antrag voraussichtlich noch nicht auf der Tagesordnung der kommenden Geretsrieder Stadtratssitzung am 29. Januar stehen wird.

Einen Blick auf die bevorstehende Europawahl wagte anschließend Nadja Hirsch. Die 40-jährige Münchnerin ist selbst Abgeordnete des Europaparlaments und kandidiert erneut. Sie übte scharfe Kritik am bevorstehenden Austritt der Briten aus der EU und den Dexit-Ausstiegsplänen der AfD. „Wir haben gegenüber den großen Handelsmächten USA und China nur eine Chance, wenn wir als Europäer gemeinsam mit einer Stimme sprechen“, erklärte Hirsch. Die ehemalige Münchner Stadträtin wünscht sich zudem einen Abbau nationaler bürokratischer Hürden, digitale Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt und eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für Start-up-Unternehmen. „Europa muss ein Chancenkontinent sein“, wünscht sie sich.Peter Herrmann

Auch interessant

Kommentare