Beamten wollen Brennpunkte verhindern

Zweite Kontrollaktion der Bereitschaftspolizei in der Gemeinschaftsunterkunft an der Jahnstraße

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Die Bereitschaftspolizei im Einsatz.

Geretsried – In den frühen Morgenstunden des Dienstags führte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd eine Kontrollaktion in einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Geretsried durch. Seit der letzten geplanten Kontrollaktion im April 2018 wurden von der Polizei in und um die Einrichtung mehr als 50 begangene Straftaten zur Anzeige gebracht.

Unter der Einsatzleitung der Polizeiinspektion Geretsried und mit Beteiligung der Regierung von Oberbayern begann gegen 6 Uhr am Dienstagmorgen eine geplante Kontrollaktion der Geretsrieder Asylbewerberunterkunft in der Jahnstraße. Unterstützt wurde die örtliche Polizei dabei auch von der Bayerischen Bereitschaftspolizei und weiteren Einsatzkräften verschiedener Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd.

„In der Vergangenheit kam es im Bereich der Asylbewerberunterkunft vermehrt zu diversen Straftaten“ berichtet Polizeisprecher Alexander Huber. „Darunter gefährliche Körperverletzungen, Eigentumsdelikte und Straftaten aus dem Bereich der Betäubungsmittelkriminalität sowie mehrere Widerstandshandlungen“, so Huber weiter.

Auch wenn derartige Sicherheitsstörungen sowohl Anwohner als auch Bewohner der Unterkunft verunsichern, sei die überwiegende Mehrheit der Migranten in der Unterkunft noch nicht polizeilich nicht in Erscheinung getreten, betont Huber. Die polizeiliche Maßnahme soll Einzelne, die immer wieder polizeilich auffallen, verdeutlichen: die Polizei sorge auch in großen Gemeinschaftsunterkünften für Sicherheit. „Nachdem in der Unterkunft einige Familien mit Kindern untergebracht sind, ging die Polizei besonders behutsam bei der Aktion vor“, berichtet Huber.

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd wolle mit derartigen Einsätzen frühzeitig verhindern, „dass sich Brennpunkte bilden oder Situationen verfestigen, die ein positives Zusammenleben innerhalb und außerhalb der Unterkunft unnötig erschweren“, erklärt der Polizeisprecher.

Bei der Kontrolle wurde ein Bewohner angetroffen, die sich dort ohne die erforderliche Berechtigung aufgehalten habe. Die Person wurde das erste Mal angetroffen, weshalb durch die Regierung ein Hausverbot erteilt und durch die Polizei ein Platzverweis ausgesprochen wurde. Zudem müssen laut Huber einzelne Unruhestifter mit Konsequenzen der Ausländerbehörde rechnen. dwe

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