Kampf gegen Corona

Zweitimpfungen in Heimen im Landkreis auf der Zielgeraden

Einem Herrn wird eine Spritze am Oberarm für eine Impfung platziert
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Zweitimpfungen in Heimen im Landkreis auf der Zielgeraden
  • Franca Winkler
    vonFranca Winkler
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Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen - Die meisten der Heimbewohner in 23 von 28 Einrichtungen im Landkreis, aber auch das Personal wurden nun zweimal gegen das Coronavirus geimpft.

„Ich hoffe, durch die Heime geht ein leichtes Aufatmen“, sagt Landrat Josef Niedermaier und schnauft selbst einmal tief durch. „Immerhin wir hatten seit dem letzten Ausbruch in einer Geretsrieder Einrichtung keine weiteren Infektionsherde mehr in Pflegeheimen. Ich hoffe nun inständig, dass die Impfung ihre Wirkung zeigt und die Menschen entsprechend schützt.“ 

Laut einer Pressemeldung des Landratsamtes macht sich vorsichtiger Optimismus breit, der darauf fußt, dass die meisten der Bewohnerinnen und Bewohner in 23 von entsprechenden 28 Einrichtungen im Landkreis, aber auch das Personal nun zweimal gegen das Coronavirus geimpft wurden. In den noch ausstehenden fünf Heimen ist zumindest die Erstimpfung erfolgt.

„Insgesamt ziehen wir eine positive Bilanz“, sagt Josef Niedermaier. „Die meisten Menschen haben sich impfen lassen.“ Zum Einsatz kam der Impfstoff von Biontech & Pfizer, ein anderer war während des Impfprozesses in den Heimen auch gar nicht im Landkreis vorhanden bzw. war zum Zeitpunkt der Erstimpfung kein anderer vorhanden.

Ganz durch ist man freilich noch nicht mit den Impfungen, selbst wenn die Zweitimpfungen in der ersten Runde als so gut wie abgeschlossen gelten. „In einem Heim wird wie überall auf der Welt gelebt und gestorben. Das heißt, es kommen immer wieder Menschen ins Heim, die dann möglicherweise noch nicht geimpft worden sind. Um diese zu erfassen, gab es kürzlich ein Abfrage und dazu auch einige Rückmeldungen. Die mobilen Impfteams fahren nun zeitnah nochmals in die Einrichtungen, die sich gemeldet haben, um hinzugekommene Bewohnerinnen und Bewohner zu impfen – so sie denn noch nicht im Impfzentrum geimpft wurden.“ Logistisch ist das eine kleiner Herausforderung, denn das bedeutet unter Umständen einen manuellen Eingriff in die Software. Ein Schritt, der eigentlich vermieden wird, um menschengemachte Ungerechtigkeiten oder Bevorzugungen zu vermeiden. „Hier ist er aber nötig, damit die Menschen nicht doppelt erfasst sind und am Ende einen Termin für eine andere Person blockieren“, erklärt Niedermaier.

Laut Marlis Peischer, Landratsamtssprecherin, nehme nicht nur in den Heimen die Impfungen an Fahrt auf. In dieser Woche seien in den Impfzentren im Landkreis insgesamt durchschnittlich rund 600 Impfungen am Tag vorgenommen worden. Knapp 3.600 Personen der über 80-Jährigen, die nicht in einer Einrichtung leben, sind inzwischen zumindest zum ersten Mal geimpft. Zusätzlich wurde auch schon ein großer Teil medizinisches Personal geimpft. „Die Auswahl, wer geimpft wird, macht nur und ganz allein die Software. Nur wenn Impfstoff übrig bleibt und dieser aufgrund des Verfalldatums schnell verimpft werden muss, werden aus der Liste der manuell erfassten Rettungsdienste, Personen herausgegriffen. Hier muss man abwägen - lassen wir das kostbare Gut verfallen oder verimpfen wir es auf die Gefahr hin, dass wir von der Impfpriorisierung etwas abweichen müssen. Ziel ist doch, dass am Ende eine möglichst hohe Impfquote erreicht wird,“ erläutert Niedermaier die Handhabung mit dem Impfstoff.

Bis zum Donnerstag, 25. Februar, wurden insgesamt im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen 7.945 Impfungen mit dem Impfstoff von Biontech & Pfizer, 1.351 Impfungen mit AstraZeneca und 400 Impfungen mit Moderna vorgenommen. fra

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