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Zweitwohnungssteuer befürchtet

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Laut Bürgermeister Forster ist die Zweitwohnungssteuer derzeit kein Thema.
Laut Bürgermeister Forster ist die Zweitwohnungssteuer derzeit kein Thema.

Konsolidieren bedeutet nicht immer nur kürzen. Es kann auch das Generieren von Einnahmen gemeint sein. Das kann über Steuern geschehen. Und auf die Kommune fokussiert, sind es dann in der Regel Grund-, Gewerbe- und Hundesteuer, die von Gemeinde- und Stadträten beeinflusst werden können. Nun befürchtet der Verein „Freunde für Ferien in Bayern“, dass in Wolfratshausen eine Zweitwohnungssteuer eingeführt werden soll. Die Interessengemeinschaft hat vorsorglich eine Protestnote an Bürgermeister Helmut Forster geschickt.

Der Rathauschef bestätigte den Eingang des Schreibens an ihn. Doch reagiert hat er darauf noch nicht. „Bislang haben wir uns noch nicht damit befasst“, erklärte er auf Anfrage. Entsprechend sei das Thema auch noch nicht im Stadtrat gelandet. Gleichwohl räumte Forster ein, dass sich die Verwaltung im Zuge der weiteren Konsolidierung („und zu der sind wir gezwungen“) mit der Zweitwohnungssteuer befassen müsse. Dann gelte es die Frage abzuwägen, ob der Verwaltungsaufwand in Relation zum Ertrag steht. „Wir haben nichts davon, wenn am Ende alle ihre Zweitwohnung aufgeben“, ergänzte der Bürgermeister, der aber nicht ausschließen will, dass das Thema am Ende doch noch diskutiert wird. Wie vorsichtig mit Steuererhöhungen umgegangen werden müsse, machte Forster am Beispiel Gewerbesteuer deutlich. Während der Geretsrieder Haupt- und Finanzausschuss jüngst am bestehenden Hebesatz festhielt, hat auch der Wolfratshauser Stadtrat im Zuge der Beschlüsse zur Haushalts-Klausurtagung den „alten“ Gewerbesteuer-Hebesatz in Zement gegossen. Denn wenn überhaupt eine relevante Einnahme darüber erzielt werden sollte, „müsste der Hebesatz definitiv höher als zehn oder gar 20 Prozentpunkte steigen“, erklärte Forster. Und das, wäre derzeit das falsche Signal, ist sich der Rathauschef sicher. Eine Erhöhung des Gewerbesteuerhebesatzes komme nur, „wenn es gar nicht anders geht“. Das wäre aber dann einer der letzten Schritte der Stadt.

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