„Müssen die Schiene stärken“

Ab 2020: Landtagsfraktionen fordern ertüchtigten, zeitgemäßen Zugverkehr

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Wie steigert man die Fahrgastzahlen bei der Bahn? Die Landtagsfraktionen haben einige bekannte Vorschläge geäußert.

Landkreis – Der Verkehrsausschuss des Landtages hat sich für die Verbesserung der Zugsituation im Oberland ausgesprochen. In zwei eigenständigen Anträgen fordern sowohl die Grünen-Fraktion als auch ein Zusammenschluss von CSU und Freien Wählern grob die Ertüchtigung der Bayerischen Oberlandbahn sowie der Werdenfelsbahn. Vom Halbstundentakt, zusätzlichen Ausweichstrecken und der Elektrifizierung ist die Rede.

Dreh- und Angelpunkt ist der für 2020 geplante Wechsel von den bisherigen Integral- und Talent-Zügen hin zu den LINT-Triebwagen (wir haben berichtet. Dabei „sollen zeitlich zusätzliche Fahrzeuge bestellt werden, um alsbald einen durchgängigen Halbstundentakt mit mehr Kapazitäten, auch am Wochenende, zu ermöglichen“, heißt es im Grünen-Antrag. Selbes fordern auch CSU und Freie Wähler. „Damit machen wir die Schiene in der Region noch attraktiver”, betonen die CSU-Stimmkreisabgeordneten Ilse Aigner und Martin Bachhuber in einer Pressemitteilung. Für beide ist der bisherige Stundentakt „nicht mehr zeitgemäß“, wenn man den immer weiter zunehmenden Individualverkehr wirkungsvoll eindämmen möchte. „Wann immer das möglich ist“, soll der Halbstundentakt her, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung. Damit dieser „auch langfristig reibungslos stattfinden und gegebenenfalls durch Express­züge ergänzt werden kann“, fordern die Grünen im Rahmen der Neuausschreibung zusätzliche Ausweichstrecken zwischen den Haltepunkten Holzkirchen und Lenggries. Auch die „Elektrifizierung auf allen Strecken der BOB ist mit größter Dringlichkeit, auch wegen der Feinstaubdiskussion in München, umzusetzen“, heißt es bei den Grünen weiter. „Eine durchgehende Elektrifizierung der Strecken der BOB schafft die Voraussetzungen für eine gute Einbindung der BOB in das S-Bahn-Netz und einen umweltfreundlichen Verkehr im Oberland wie auch nach München.“ Zudem leisteten die LINT-Fahrzeuge, die ab 2020 auf den BOB-Strecken eingesetzt werden, „aufgrund ihrer erheblich geringeren Verbrauchswerte zugleich einen Beitrag zum Umweltschutz und zur Reduzierung des Ausstoßes von Kohlendioxid“, machen Aigner und Bachhuber deutlich. she

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