Eindeutiges Ergebnis

Abstimmung in Bayrischzell: So geht es mit dem Warmfreibad weiter

Auszählung im Bayrischzeller Rathaus
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Auszählung im Bayrischzeller Rathaus: Geschäftsführer Sepp Acher (l.) und Bürgermeister Georg Kittenrainer erwarteten gespannt das Ergebnis des Bürgerentscheids.

Bayrischzell – Die Bayrischzeller hatten am Sonntag die Wahl. Das Ergebnis zur Zukunft des Warmfreibads war eindeutig.

Am Sonntag (29. November) wurde gewählt in Bayrischzell. Drei Fragen standen auf dem Stimmzettel des Bürgerentscheids über die Zukunft des Warmfreibads: die Frage des Ratsbegehrens, des Bürgerbegehrens und die Stichfrage. Am Ende war die Stichfrage entscheidend: Mit 424 von 796 Stimmen gewann das Ratsbegehren.

Die grundsätzliche Frage, ob die Bürger sich weiterhin ein Warmfreibad wünschen, wurde eindeutig entschieden. Die Bevölkerung hat dem Ratsbegehren und somit dem Bürgermeister und dem Gemeinderat das Vertrauen geschenkt. „Darüber bin ich froh“, sagte Georg Kittenrainer nach der Auszählung im Rathaus erleichtert. Ziel des Bürgermeisters war es, die Bürger per Bürgerentscheid über die Zukunft des Warmfreibads abstimmen zu lassen. „Das ist mit dem heutigen Tag passiert“, sagte er. Und eine deutliche Mehrheit der Bayrischzeller stimmte für den Erhalt eines Warmfreibads.

Der Bürgermeister möchte nun die beiden Lager zusammenführen, die sich in Bayrisch­zell gebildet haben. „Das war von Anfang an mein Anliegen“, erinnerte er. Jetzt hofft er, alle für die Seeberg-Idee begeistern zu können. Ob sich diese Variante umsetzen lässt, wird sich voraussichtlich bis Mitte 2021 herausstellen. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 59 Prozent. Im Vergleich zur Wahlbeteiligung beim Bürgerentscheid über die Zukunft des Badeparks in Bad Wiessee, die bei nur 40 Prozent lag, war Georg Kittenrainer zufrieden. Jetzt möchte er nach vorne schauen, das Beste aus dem Ergebnis machen und ein Warmfreibad für Bayrischzell erhalten. jw

Hier die Ergebnisse aus Bayrischzell:

  • Bürgerentscheid 1 – Ratsbegehren: 460 Ja-Stimmen (73,95 Prozent), 162 Nein-Stimmen (26,05) und 170 ungültige Stimmen
  • Bürgerentscheid 2 – Bürgerbegehren: 355 Ja-Stimmen (51,01 Prozent), 341 Nein-Stimmen (48,99) und 96 ungültige Stimmen
  • Stichfrage, welches Bürgerbegehren gelten soll, wenn die Ergebnisse nicht miteinander vereinbar sind: Ratsbegehren 424 (56,99 Prozent), Bürgerbegehren 320 (43,01) und 48 ungültige Stimmen.

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