Keine Einigung mit FW

FWG will Unabhängigkeit zur Kommunalwahl 2020 bewahren

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Jahreshauptversammlung der Kreis-FWG: Nahezu alle anwesenden Mitglieder stimmten für einen eigenen Wahlvorschlag.

Agatharied/Landkreis - Auch bei einem neuen Anlauf finden FWG und FW im Landkreis Miesbach nicht so ganz zusammen. Für die Kommunalwahl 2020 bleibt es erstmal bei Unabhängigkeit.

Es ist entschieden: Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) im Landkreis Miesbach wird für die Kommunalwahl 2020 einen eigenen Wahlvorschlag bilden. Dafür votierte bei der Jahreshauptversammlung der FWG am Mittwochabend im Staudenhäusl in Agatharied die überragende Mehrheit der Stimmberechtigten. Auf dieser Liste können auch Mitglieder der FW-Kreisvereinigung (Partei) kandidieren. Beschlossen – wenn auch schweren Herzens – wurde der Beitritt in den FW-Landesverband.

Die aktuellen Forderungen der FW-Kreisvereinigung Miesbach in Sachen gemeinsamer Wahlvorschlag erscheinen den Parteiunabhängigen nicht erfüllbar. Wie FWG-Kreisvorsitzender Norbert Kerkel am Versammlungsabend erläuterte, gehe es in erster Linie darum, dass die FW bei einem gemeinsamen Wahlvorschlag (Liste 3) die Hälfte der 60 Listenplätze – paritätisch jeweils im Wechsel besetzt – beanspruche. Dies habe die FW-Kreisvereinigung mit Gisela Hölscher an der Spitze in einem Schreiben gefordert.

Zudem habe die FW noch vor der Mitgliederversammlung der FWG eine Reihe von Fragen geklärt haben wollen. Für Kerkel ein unverständliches „Nachtarocken“, zumal bei einem Treffen der FWG-Ortsvorsitzenden am 12. September, dem auch FW-Kreisvorsitzende Hölscher und deren Stellvertreterin Birgit Eibl beiwohnten, sämtliche Punkte besprochen worden seien. Dennoch habe man dann mehrere Gesprächstermine vorgeschlagen, von denen allerdings keiner wahrgenommen worden sei, verkündete Kerkel, der souverän durch die Versammlung führte.

„Ich stelle heute den Antrag, dass wir unsere eigene Liste aufstellen“, sagte Gabriele Schultes-Jaskolla aus Rottach-Egern und machte deutlich: „Ich möchte nicht mit jemandem zusammenarbeiten, der sein Wort nicht hält.“ Ulrike Stockmeier aus Otterfing stieß ins gleiche Horn und erinnerte: „Wir hatten eine klare Absprache getroffen." rei

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