Flugzeit hat begonnen

Miesbacher sollen Augen nach ALB offen halten

Dieser Asiatische Laubholzbock ist bereit zum Abflug.
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Dieser ALB ist bereit zum Abflug. Die Miesbacher sollen ihre Augen offen halten.
  • VonFridolin Thanner
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Miesbach- Die Flugzeit der Asiatischen Laubholzbockkäfer hat begonnen. Die LfL bittet die Bürger in Miesbach, Ausschau zu halten.

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) bittet um Mithilfe: Der Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB) fliegt wieder, die Miesbacher sollen deshalb ihre Augen offen halten. „Die Entwicklung seiner Larven im Holz ist abgeschlossen, sodass die wärmeliebenden Käfer aktuell schlüpfen“, teilt die LfL mit. In Bayern wurden in dieser Saison noch keine neuen Käfer entdeckt, es müsse aber jederzeit damit gerechnet werden. Die LfL bittet deshalb die Bürger in der Quarantänezone Miesbach, ihre Laubgehölze auf Befall zu kontrollieren. „Achten Sie auf krabbelnde oder fliegende Käfer und melden Sie jeden Fund der LfL“, appelliert diese.

Der Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB) ist etwa zweieinhalb bis vier Zentimeter lang. Auffällig sind seine langen, schwarz-weiß gestreiften Fühler, der schwarze Kopf und Halsschild sowie die schwarzen Flügeldecken mit unregelmäßigen weißen Flecken. Die flugträgen Käfer sind leicht zu fangen, beispielsweise in einem Marmeladenglas mit Löchern im Deckel aufzubewahren, und dann gut zu fotografieren. „Der Asiatische Laubholzbockkäfer kann leicht mit den heimischen Handwerkerböcken der Gattung Monochamus verwechselt werden“, erklärt LfL-Pflanzenschutzinspektor Gerhard Kraus und bittet darum: „Fangen Sie verdächtige Käfer lebend und lassen Sie heimische Arten nach Entwarnung durch den Pflanzenschutzdienst möglichst fundortnah wieder frei.“

Der aus Asien eingeschleppte Käfer befällt fast alle in Deutschland vorkommenden Laubholzarten, mit einer besonderen Vorliebe für Ahorn, Rosskastanie, Birke, Pappel und Weide. Nach der Eiablage am Baum schlüpfen die Larven, die sich für zwei Jahre ins Holz fressen und breite Gänge hinterlassen. Typische Befallssymptome sind etwa ein Zentimeter große kreisrunde Ausbohrlöcher und grobe Bohrspäne am Stamm oder in Astgabeln. Da folgende Käfergenerationen sich bevorzugt am selben Gehölz niederlassen, kommt es langfristig zu einer starken Schädigung bis zum Absterben des befallenen Gehölzes.

Die LfL hat nach den Funden des Asiatischen Laubholzbockkäfers im Jahr 2014 in Ziemetshausen-Schönebach und 2019 in Miesbach gemäß den rechtlichen Vorgaben des Bundes und der EU eine Allgemeinverfügung über Maßnahmen zur Bekämpfung des Asiatischen Laubholzbockkäfers erlassen. Das Ziel: Die weitere Verbreitung des Käfers erfolgreich zu verhindern sowie den Schädling auszurotten und somit die heimische Flora und Fauna zu schützen.

Die Sammelstelle für Schnittgut von Laubgehölzen aus der Quarantänezone Miesbach befindet sich auf der Waitzinger Wiese (dienstags und donnerstags von 13 bis 17 Uhr sowie samstags von 8 bis 13 Uhr). Weitere Informationen sind im Internet unter www.lfl.bayern.de/alb zu finden.

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