Alpen-Modellregion: 75 Prozent Förderung für schon begonnene Projekte

Es geht an die Umsetzung

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Helmut Brunner hat das Schlierach-/Leitzachtal zur Alpen-Modellregion ernannt.

Miesbach – Die Gemeinde Hausham möchte ihr Wahrzeichen, den Förderturm nutzen, Fischbachau will sich als Kräuterregion positionieren und Bayrischzell könnte zum virtuellen Marktplatz werden. Dafür winken nun 200.000 Euro Fördergelder. Zusammen mit Schliersee haben sich die drei Gemeinden um das Prädikat Alpen-Modellregion beworben. Am Montag ist der positive Bescheid eingegangen.

Zwei bayerische Gemeindeverbände hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner zu „Staatlich anerkannten Alpen-Modellregionen“ ernannt: neben dem Schlierach-/Leitzachtal den Markt Weitnau mit seiner Partnergemeinde Missen-Wilhams im Landkreis Oberallgäu. „Beide Gemeindebündnisse haben viele innovative und überzeugende Ideen vorgelegt, wie sie ihre Heimat als attraktive Urlaubs-, Wirtschafts-, und Lebensräume erhalten und weiterentwickeln wollen“, sagte der Minister. Bei der Umsetzung der Strategien wird den Kommunen zwei Jahre lang eine Projektbetreuung zur Seite stehen, deren Kosten zu 75 Prozent der Freistaat übernimmt. Der Minister erwartet sich von den beiden Modellregionen wichtige Ideen und Impulse für den gesamten

bayerischen Alpenraum.

Fischbachaus Bürgermeister Josef Lechner sieht den großen Vorteil dieses Förderprogramms darin, „dass es hilft, bestehende Projekte umzusetzen“. Die Unterstützung gibt‘s also nicht dafür, Konzepte zu erstellen, die eventuell nicht über die Planungsphase hinaus kommen. Die Alpen-Modellregion soll den Schub für die Umsetzung geben. „Weil das ehrenamtliche Engagement auch an Grenzen kommt“, wie Lechner weiß. Das ist bei der Kräuterregion in seiner Gemeinde nicht anders. „Jetzt können wir jemanden entlohnen“, freut er sich. Auf 250.000 Euro beläuft sich das Projektvolumen insgesamt, 75 Prozent übernimmt der Freistaat. Damit möchte Hausham bei der Nutzung des Förderturms, um ein Bergwerksmuseum zu integrieren, vorankommen. Und in Bayrischzell soll der virtuelle Marktplatz Amaregio regionale Produkte an den Verbraucher bringen. In Schliersee gibt‘s Ideen, „aber wir haben noch nichts konkret definiert“, sagte Geschäftsleiter Jörn Alkofer auf Nachfrage. „Das Konzept der Region Schlierach-/Leitzachtal hatte die Jury vor allem mit ihren vielen unternehmerisch orientierten Akteuren und den sehr zielgerichteten Projekten beeindruckt, die besonders Tradition und Moderne verbinden sollen“, teilte das Landwirtschaftsministerium mit. Lechner, dessen Gemeinde federführend agierte, möchte nun mit den Bürgermeisterkollegen, der SMG und Beraterin Petra Wähning schnell an einen Tisch. „Wir müssen jetzt in die Umsetzung kommen“, sagte er. Ganz im Sinne der Förderung.

ft

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