Veranstaltung mit „Plan B“

Alpentriathlon: Startschuss in Schliersee fällt am 21. Juli / Münchner Veranstalter übernimmt

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„Plan B“-Geschäftsführer Christian Stephan (r.) hat für den Alpentriathlon als Unterstützer (v.l.) Michael Wörfel (SC Schliersee), Mathias Schrön (Kuramtsleiter Schliersee), Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer und Petra Reindl (Sixtus) an seiner Seite.

Schliersee – Das Wortspiel saß ja mit am Tisch. Und so war es kein Wunder, dass die Freude über „Plan B“ im Schlierseer Rathaus besonders oft betont wurde. „Plan B“ ist eine Münchner Eventagentur und der neue Hoffnungsträger für den Alpentriathlon. Der stand nämlich „auf der Kippe“, wie Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer bestätigte. Doch nun ist die 32. Auflage gesichert. Dank „Plan B“ werden am Sonntag, 21. Juli, wieder konditionsstarke Sportler bei der „Kultveranstaltung“, wie sie Kuramtsleiter Mathias Schrön nannte, vom Schliersee bis zum Spitzingsee um die Siege und gegen den inneren Schweinehund kämpfen.

„Wir sind froh, dass es weitergeht“, sagte Schnitzenbaumer. Über die Trennung vom vorherigen Veranstalter Communico aus Bad Tölz wollte niemand viele Worte verlieren. Das lässt sich durchaus so deuten, dass die Zusammenarbeit von Veranstalter, Gemeinde und Titelsponsor Sixtus nicht so klappte, wie es sich die Beteiligten vorgestellt haben. Nun steigt ein neuer Veranstalter ein, der dritte in fünf Jahren. „Die Entscheidungsfindung war relativ kurz“, sagte Christian Stephan. Schnell sei klar gewesen, „dass wir das sehr gerne machen“, machte der „Plan B“-Geschäftsführer deutlich. Angefangen im Radsport, zeichnet die Eventagentur auch für viele Trailrunning-

Veranstaltungen verantwortlich. Mit dem Alpentriathlon komme nun „ein schöner Mix“ hinzu, freut sich Stephan. Und er machte deutlich, dass das Unternehmen nachhaltig plant. „Wir wollen das Event weiterentwickeln“, erklärte er. Das bedeutet, dass es in diesem Jahr keine großen Veränderungen geben wird. Sie werden vielleicht auch gar nicht nötig sein. Denn der Veranstaltung attestiert er ein „unheimlich gutes Niveau“. So geht es nun erst einmal darum, diese mit Plan B zu etablieren und dann voranzubringen. Dabei wird „Gewinnmaximierung nicht oberstes Prinzip“ sein, versprach Stephan. Im Fokus sollen die Sportler stehen. Und die sollen vermehrt an den Schliersee kommen. Eintausend nannte Mathias Schrön als Maximum. „Wir werden keine Massenveranstaltung“, ergänzte Stephan und sagte: „Schön wäre es, wenn relativ schnell ausgebucht ist“. Daran gilt es zu arbeiten, in den vergangenen Jahren wurde das Teilnehmerlimit nicht erreicht.

In der Szene hat die Veranstaltung einen guten Namen, die Strecke mit der olympischen Dis­tanz hat es in sich. Vor allem der Schlussanstieg zum Spitzing ist berüchtigt – und der Kaiserschmarrn im Ziel berühmt. Einmal muss man dabei gewesen sein in Schliersee, finden deshalb viele Triathleten, auch die international erfolgreichen. Mit Faris Al-Sultan etwa ist einer der bekanntesten Triathleten bereits in den Schliersee gesprungen, den Spitzing hinaufgestrampelt und Richtung Valepp gelaufen. „Wir wollen beides, die besten der Welt und Hobbyathleten auf der selben Strecke“, hofft Stephan auf den Mythos Alpentriathlon. Antrittsprämien wird „Plan B“ aber nicht bezahlen, ein „moderates Preisgeld“ winkt. Und der Titel des Landkreismeisters, der in den beiden Triathlons am Schliersee und am Tegernsee gesucht wird.

Auch Sixtus-Geschäftsführerin Petra Reindl freut sich, „dass uns der Alpentriathlon erhalten bleibt und die Gemeinde Schliersee einen neuen Veranstalter gefunden hat“. Und Bürgermeister Schnitzenbaumer verwies auf die geteilte Verantwortung der drei Partner Gemeinde, Titelsponsor und Veranstalter, die „ein gemeinsames Ziel haben“: einen Alpentriathlon, der auch in den kommenden Jahren Bestand hat. Das ist durchaus mehr als nur ein Plan B. Alle Infos zum Alpentriathlon gibt‘s hier. ft

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