Die richtige Zeit

Als Test: Waakirchen plant drei E-Ladestationen

Turnhalle in Waakirchen
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Ein möglicher Standort für den Test von E-Ladesäulen wäre im Umfeld der gemeindlichen Turnhalle unweit von Schulaula und Pfarrheim – allesamt viel frequentierte Veranstaltungsorte in Waakirchen.

Waakirchen – An drei Standorten in der Gemeinde will Waakirchen Ladestationen für Elektroautos schaffen.

Die Verwaltung holte sich bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats das formale Startsignal für die Planung von drei Test-Ladesäulen im Gemeindegebiet. Zur März-Sitzung hatte die Fraktion der Grünen beantragt, sämtliche öffentlichen und gemeindlichen Parkflächen daraufhin zu prüfen, ob sie als Standort für E-Ladesäulen für Pkw und E-Bikes geeignet sind.

Bürgermeister Norbert Kerkel informierte die Gemeinderäte und Zuhörer, dass die Kommune bereits seit Herbst 2020 am Thema Ladesäulen dran ist, zusammen mit dem gemeindlichen Energie- und Klimaschutzberater Gerhard Kocher. Momentan stehen drei Standortvorschläge für die testweise Aufstellung von Ladesäulen zur Diskussion, um erste Erfahrungen zu sammeln.

Drei Standorte für E-Ladesäulen geprüft

Eine Station könnte am Schaftlacher Bahnhof entstehen, eine zweite bei der Turnhalle in Waakirchen sowie eine dritte an der Kirche St. Martin im Unterdorf. Zwei der Standorte liegen zwar nicht an einer großen Durchgangsstraße, könnten aber sowohl für Durchreisende als auch Einheimische attraktiv sein. Der Standort im Waakirchner Ortskern liegt zudem in der Nähe von zwei Gastronomiebetrieben – für eine Ladung zwischendurch durchaus interessant, argumentierte Kerkel.

Martin Weingärtner (ABV), selbst Anbieter einer öffentlichen E-Ladesäule an seinem Autohaus, klärte zusätzlich auf, dass die angedachten Ladesäulen mit 22 KW Leistung auch nur zu einer Zwischenladung der gängigen E-Modelle geeignet seien. Eine Aufladung über Nacht finde üblicherweise im Privatbereich statt.

Grundsatzbeschluss in Waakirchen

Wer eine öffentliche Ladesäule länger als nötig belege, also letztlich dort parkt, werde vom Betreiber entsprechend abgerechnet, informierte Kerkel. Zudem könne die Parkraumüberwachung Falschparker aufschreiben.

Welche Betreiber infrage kommen, wurde bei der Sitzung nicht diskutiert. Der Bürgermeister betonte, dass erst einmal nur das grundsätzliche Go für die Planung von drei Test-Ladesäulen zur Abstimmung stehe. Alles weitere werde in einem Konzept erarbeitet, das dem Gemeinderat erneut vorgestellt werden soll.

Voraussichtlich 33.000 Euro Kosten

Eine Ladesäule mit Fundament und Anschluss schlage mit etwa 11.000 Euro zu Buche. Somit kostet ein Test der drei Säulen mit insgesamt sechs Ladeplätzen voraussichtlich 33.000 Euro, rechnete Kerkel vor. Hinweise aus dem Gremium auf spezielle Förderprogramme ließen nicht lange auf sich warten.

Cornelia Riepe (Grünen) möchte zudem die Erfahrung anderer Gemeinden anzapfen lassen, da viele Auflagen an Förderprogramme gekoppelt seien. Energieberater Kocher ergänzte, dass die Fördermöglichkeit sondiert werden müsse. Manche Programme seien sogar mit Nachteilen verknüpft. Rudi Reber (ABV) meinte, dass nun der richtige Zeitpunkt sei, mit der Planung zu starten und ein Netzwerk mit anderen Gemeinden aufzubauen.

Schließlich wurde der Beschluss, die Planung dreier Standorte für mögliche E-Ladesäulen im Gemeindebereich weiterzuverfolgen, einstimmig angenommen. sko

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