Anette Grafwallner erhält Pflegepreis der Multiple Sklerose Stiftung

Dank und „höchster Respekt“

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Elizabeth Herzogin in Bayern (l.) hat Anette Grafwallner den Pflegepreis der MS Stifung verliehen.

Gmund – Anette und Anton Grafwallner sind seit 42 Jahren verheiratet – und die Ehefrau des Behindertenbeauftragten des Landkreises ist eine große Stütze für ihn. Er leidet an Multipler Sklerose, sie pflegt. Dafür erhielt Anette Grafwallner den Pflegepreis der Bayerischen Multiple Sklerose Stiftung.

Voraussetzung für die Auszeichnung ist laut Stiftung „die vorbildliche Betreuung eines von Multipler Sklerose schwerstbetroffenen Lebenspartners oder Familienmitgliedes über einen langjährigen Zeitraum“. Bei Anette Grafwallner ist das sicherlich der Fall. In den Jahren der Ehe unterstützte sie ihren Ehemann, erzog ihre beiden Kinder und kümmerte sich nebenbei noch um die Schwiegereltern. Vor gut zehn Jahren – Multiple Sklerose tritt meist im Alter zwischen 20 und 40 Jahren auf und ist nicht heilbar – verschlechterte sich der Gesundheitszustand von Anton Grafwallner dramatisch. Er kann mittlerweile nur noch mit der rechten Hand den Joystick seines Elektro-Rollstuhls bedienen, mit einer Hand telefonieren und mit einem Finger auf dem Computer schreiben. „Alle anderen notwendigen körperlichen Verrichtungen bewältigen Sie, liebe Frau Grafwallner, tagtäglich mit großem Kraftaufwand“, lobte Elizabeth Herzogin in Bayern. Sie ist Schirmherrin der Deutschen Multiplen Sklerose Stiftung Bayern und sprach bei der Preisverleihung in Kempfenhausen die Laudatio zu Ehren von Anette Grafwallner. Sie meistere, würdigte Herzogin Elizabeth, „ihren Alltag mit Mut und Humor“. Dabei hatte Anette Grafwallner auch mit einer eigenen schweren Erkrankung zu kämpfen. Dennoch schaffte sie es, unterstützt von den beiden Kindern Veronika und Florian, auch während der zwei Jahre mit vielen belastenden Therapien, ihrem Mann einen Pflegeheimaufenthalt zu ersparen. Dass er auch weiterhin seine Ehrenämter ausüben kann, ist ebenso Anette Grafwallners Unterstützung zu verdanken. „Höchsten Respekt“ zollte dafür Herzogin Elizabeth. „Als Anerkennung für Ihre außergewöhnliche Leistung wollen wir Sie daher heute mit dem Pflegepreis der Bayerischen MS Stiftung ehren“, sagte sie. Den mit 1000 Euro dotierten Preis verlieh die Herzogin zusammen mit dem Vorsitzender der Bayerischen Multiple Sklerose-Stiftung, Nicolaus König, und Stiftungs-Schatzmeister Gerhard Guske. ft

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