Im Verkehrsausschuss diskutiert

Antrag der SPD: Tegernsee prüft Tempo 30 wegen Radfahrern

Etwa 20 Teilnehmer haben bei der Radtour „Mit links um den Tegernsee“ der SPD-Ortsvereine geprüft, wie fit das Tal für die steigende Zahl an Radfahrern ist.
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Etwa 20 Teilnehmer haben bei der Radtour „Mit links um den Tegernsee“ der SPD-Ortsvereine geprüft, wie fit das Tal für die steigende Zahl an Radfahrern ist.

Tegernsee – Die SPD im Tegernseer Tal fordert Maßnahmen, um den Radverkehr zu fördern. Auch Tempo 30 auf der B307 im Ortszentrum steht zur Debatte.

Um das Tegernseer Tal fit für Radfahrer zu machen, haben die SPD-Stadt- und Gemeinderäte nun Anregungen in alle Gremien gegeben. So hat jüngst auch der Verkehrsausschuss in Tegernsee über die Vorschläge diskutiert.

Im Wesentlichen geht es um drei Punkte: talweit einheitliche Radständer, Informations­abende und Tempo 30 an stark frequentierten und engen Stellen. Bürgermeister Johannes Hagn trug die eingereichten Vorschläge vor. Zu den ersten beiden Punkten bezog der Rathaus­chef klar Stellung: Sowohl die einheitlichen Radständer als auch die Informationsabende hält er nicht für nötig. Mit eigenen Radständern werde Tegernsee nachrüsten, erklärte er. Zudem habe Gmund sich bereits für die von der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen (AGFK) zertifizierten Ständer entschieden. Auch Tegernsee hat die Aufnahme beim AGFK beantragt. Um über aktuelle Entwicklungen in Sachen Radfahren zu informieren, genüge zunächst die Bürgerversammlung einmal im Jahr, erklärte der Bürgermeister weiter. Zusätzliche Radabende brauche es daher erst mal nicht. So sahen es auch die Ausschussmitglieder.

An Punkt 3 hingegen schieden sich die Meinungen. Konkret ging es um den Abschnitt zwischen Marina und Tegernsee-Arkaden, also die Ortsmitte. Als Befürworter von Tempo 30 zeigten sich Manuela Brandl (BL) und Rudolf Gritsch (CSU). „Wenn das möglich ist, wäre das nur zu begrüßen“, sagte er. Auch der Zweite Bürgermeister Michael Bourjau (FWG) sprach sich für Tempo 30 aus. Zudem erinnerte er daran, dass beim Radfahren auch immer an E-Mobilität zu denken sei. Der Trend geht immer mehr zum E-Bike, weshalb vor allem Ladestationen wichtig seien für die Zukunft.

Gegen Tempo 30 sprach sich Peter Hollerauer (FWG) aus: „Das macht nur nachts Sinn, weil tagsüber kommt man da eh nicht schneller durch“, sagte er. „Vor allem, wenn Radler unterwegs sind und davon sind genug da.“ In der Tat habe sich bei einer Messung gezeigt, dass 85 Prozent der Autofahrer mit 45 km/h statt der erlaubten 50 durch den Ort fahren, erläuterte der Bürgermeister. Da sich die Rechtslage geändert habe, sei Tempo 30 auch auf Bundesstraßen möglich.

Am Ende beschloss der Ausschuss mit Gegenstimme von Peter Hollerauer, dass die Verwaltung Tempo 30 im Zentrum und im Süden der Stadt prüfen soll. Danach muss der Stadtrat entscheiden. ksl

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