Startschuss für Projekt

Apostelkirche Miesbach: Bauarbeiten für neues Gemeindehaus haben begonnen

Bauarbeiten für neues Gemeindehaus an Apostelkirche in Miesbach
+
Freuen sich auf den neuen Anbau: (v.l.) Julian Wilhelm vom Planungsbüro Meixner, Sebastian Summerer vom Ingenieurbüro EST, Betty Mehrer und Martin Reentz vom Bauausschuss der Kirchengemeinde, Pfarrer Erwin Sergel, Olaf Mann vom Architekturbüro Wegmann und Architekt Johannes Wegmann.

Miesbach – Der erste Bauabschnitt am neuen Gemeindehaus in Miesbach hat begonnen. Bis Ende 2021 soll alles fertig werden auf dem Grundstück der evangelischen Kirchengemeinde.

Erst seit wenigen Wochen laufen die Bauarbeiten: Aber vom ehemaligen Pfarramt an der evangelischen Kirche in Miesbach ist bereits nichts mehr zu sehen. Das Gebäude hat einst die Kirche und das Wohnhaus von Pfarrer Erwin Sergel verbunden. Bis zur Konfirmation im Mai 2021 soll das neue Gemeindezentrum fertig sein, erklärte er vor Kurzem bei einem Termin auf der Baustelle.

Als die Bagger Ende Oktober angerückt sind, hat es durchaus gerumpelt im Wohnhaus des Ehepaars Sergel, erzählt Architekt Johannes Wegmann. Mittlerweile sind die Umrisse der Dachgiebel des alten Pfarramtes, das mit der Sakristei der Kirche und dem Wohnhaus verbunden war, nur noch an den Außenmauern zu erahnen. Ein, zwei Bilder sind aber schon von den Wänden gefallen, berichtet der Pfarrer, sodass er kurz besorgt war. Aber statische Probleme gibt es bei den Bauarbeiten nicht, sagt der Architekt.

„Es war ein Anliegen des Denkmalschutzes, die Kirche freizustellen“, erklärt der Architekt. Das ist geschafft und der erste Bauabschnitt läuft derzeit auf Hochtouren. Ziel ist es, noch in diesem Jahr die Bodenplatte für das neue Gemeindezentrum zu gießen. Ideal wäre es, wenn den Winter über der eingeschossige Holzbau installiert werden könnte. Die Aufträge für die Bauarbeiten am neuen Gemeindehaus sind bereits alle vergeben. Ein sehr aufwendiger Prozess, erklärt Architekt Johannes Wegmann, denn die Corona-Pandemie sorgt für Unsicherheit.

Der unterirdische Behälter für die Pelletheizung ist bereits fertig. Dafür, in energetischer Hinsicht ein wenig nachzubessern, habe sich die Jugend stark gemacht, erklärt Martin Reents als Leiter des Gemeindehausteams im kirchlichen Bauausschuss. Dadurch sind aber auch die Kosten gestiegen. „2,1 Millionen Euro haben wir geplant, aber wir werden eher bei 2,5 Millionen Euro landen“, sagt er. Auch durch das Förderprogramm Leader gab es Geld.

Dafür sorgen neben der klimafreundlichen Heizung auch ein Inklusionspaket, das zum Beispiel Menschen mit Behinderungen oder anderen Beeinträchtigungen wie altersbedingtem Hör- oder Sehverlust den Zugang zur Kirche erleichtern soll, und die Corona-Pandemie, welche die Kosten in die Höhe treibt. Alleine für das Inklusionspaket fallen weitere 250.000 Euro an. Geplant sind unter anderem Induktionsschleifen für Hörgeräte und eine spezielle Beleuchtung. So fehlen derzeit rund 400.000 Euro, welche die Kirchengemeinde über Spenden und andere Zuschüsse noch zusammenbringen muss, erklärt Martin Reents.

Wenn das neue Gemeindezentrum steht, sollen in einem zweiten Bauabschnitt auch die Sakristei weichen und der Neubau des Atriums starten. Auch diese Arbeiten sind für 2021 geplant. „Die Kirche wird aber immer nutzbar sein“, sagt Pfarrer Sergel. Das Pfarramt ist in den Keller des Gemeindehauses umgezogen. Lediglich der Parkplatz an der Kirche ist momentan für Besucher gesperrt. Aber das ist wohl das kleinere Übel in dieser Zeit des Umbruchs. ksl

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Coronavirus im Landkreis Miesbach: Diese Regeln gelten im Dezember
Coronavirus im Landkreis Miesbach: Diese Regeln gelten im Dezember
Edeka Riedel verabschiedet sich aus Bad Wiessee
Edeka Riedel verabschiedet sich aus Bad Wiessee
Coronavirus: Landkreis Miesbach gibt keine Entwarnung
Coronavirus: Landkreis Miesbach gibt keine Entwarnung
Landrat übergibt Urkunde des Umweltpakts Bayern an Firma Bergzeit
Landrat übergibt Urkunde des Umweltpakts Bayern an Firma Bergzeit

Kommentare