Auftrieb durch Engagement

Gemeinde Hausham zeichnet verdiente Bürger beim Neujahrsempfang aus

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Bürgermeister Jens Zangenfeind stellte besondere Leistungen in der Gemeinde heraus und gab einen Ausblick auf 2018.

Hausham – Dass der Neujahrsempfang der Gemeinde Hausham am Freitag vergangener Woche in der Aula der Grund- und Mittelschule stattfand, hatte wohl nicht nur Platzgründe: Die fröhlich-maritime Wandgestaltung unterstrich die Botschaft, die Bürgermeister Jens Zangenfeind immer wieder an die vielen geladenen Gäste richtete: Vor allem den 80 Vereinen und Organisationen sei es zu verdanken, dass die Haushamer Gemeinschaft ein Herz und eine Seele habe, welche den Ort lebens- und liebenswert macht. Oder anders: Die Ortsgemeinschaft sitzt im selben Boot, das durch das oft genug ehrenamtliche Engagement Auftrieb erhält. Deshalb stand auch nicht die große Politik oder das Weltgeschehen im Fokus des Empfangs, sondern der Dank der Gemeinde an ihre aufopferungsvollen Bewohner.

Bevor es jedoch Zeit für Ansprachen und Ehrungen wurde, hatte der Fanfarenzug der Crachia Hausham seinen großen Auftritt und gab einen Vorgeschmack auf die anstehende Faschingssaison, die am 11. Februar mit dem großen Zug durch Hausham ihren Höhepunkt hat. Die Musiker erhielten eine kleine Geldspende. Auch den 40 fleißigen Sternsingern des Pfarrverbandes wurde gedankt. Sie haben für Hilfsprojekte für Kinder und Jugendliche 6000 Euro gesammelt.

Es sei nicht immer leicht, Vorstandsarbeit zu leisten, sagte Zangenfeind. Und auch dankbar sei diese nicht immer. Gerade deshalb schätze die Gemeinde diesen Einsatz. „Sie leisten unzählige ehrenamtliche Stunden und opfern ihre Freizeit. Oft natürlich auf Kosten des Familienlebens“, sagte der Bürgermeister und dankte auch den Familien „für das Verständnis und dafür, dass Sie ihr ehrenamtliches Engagement mittragen“. Der Einsatz lohne sich, schließlich gehe es um „die Zukunft unserer Kinder, die Zukunft unserer Gemeinde“.

Den Ehrungsreigen begann Zangenfeind beim Thema Sport und bat Sabrina Zeug samt Trainer Hans Zenzinger zu sich auf die Bühne. 2017 sei für Zeug „das erfolgreichste Jahr ihrer Laufbahn“ gewesen. Unter anderem hatte sie den Deutschen Meistertitel im Steinstoßen geholt. Mit Zenzinger als Trainer sei sie „nahezu unschlagbar“ und das sportliche Aushängeschild der SG Hausham in der Leichtathletik. Zangenfeind lobte Zeug auch für ihren Einsatz im Verein und wünschte ihr eine verletzungsfreie Saison.

Ebenfalls in die SG Hausham gliedert sich die Sparte Tischtennis ein, die 2017 ihren 70. Geburtstag gefeiert hat. Im Jubiläumsjahr gelang es der ersten Mannschaft, in die Landesliga aufzusteigen. Im Mittelpunkt stand beim Neujahrsempfang aber Sepp Langenwalter, der bereits seit 45 Jahren als Sparten-Vorstand aktiv ist. „Unzählige ehrenamtliche Stunden hast du abgeleistet und dich für die Jugend, den Sport und unsere Gemeinde engagiert.“ Für diese Leistung erhielt er als erster von vier Geehrten des Abends die Ehrennadel der Gemeinde samt Urkunde.

Ihm folgte Klaus Patzner auf die Bühne. Patzner wurde bereits vor 37 Jahren von den Haushamer Naturfreunden zum Alpinums-Betreuer gewählt. Er hegt und pflegt dieses und war auch an der Generalüberholung des Alpinums, das die Naturfreunde für den praktischen Heimatkundeunterricht angelegt hatten, federführend beteiligt. „Bei jedem Wetter findet man Sie zwischen Gesteinsbrocken und der wunderschönen Bepflanzung“, sagte Zangenfeind anerkennend.

Untrennbar mit der Freiwilligen Feuerwehr Hausham verbunden ist Helmut Voit. Er war 15 Jahre lang erster Kommandant und vier Jahre lang Erster Vorstand des Vereins. „Du kannst auf 43 Dienstjahre zurückblicken, warst von 1991 bis 2013 Kreisbrandmeister und bist nach wie vor bei der Freiwilligen Feuerwehr Hausham als Verbandsführer aktiv und beim Verein als Erster Kassier“, zählte Zangenfeind auf. Für so viel Einsatz gab es auch für Voit die Ehrennadel samt Urkunde.

Vierte im Bunde ist Christl Denk. „Sie haben sich in den letzten Jahrzehnten in überragend vorbildlicher Art und Weise um Senioren gekümmert und haben sehr viel Zeit in die Allgemeinheit investiert“, lobte Zangenfeind. Denk war 18 Jahre Mitglied des Gemeinderats und 20 Jahre Vorsitzende des VdK-Ortsverbands Hausham. Bereits seit 27 Jahren gehört Denk dem AWO-Ortsverband an, in dem sie seit 2007 den Altenclub leitet.

Abschließend stimmte der Bürgermeister auf die vielen Projekte ein, die 2018 auf die Gemeinde warten, darunter der Umzug des Rathauses, die Verlegung des Bahnübergangs, den Umbau des Raiffeisengebäudes zum Ärztezentrum, die Schaffung von Wohnraum für einheimische Familien sowie den Versuch eines Konzepts zur Sanierung des Förderturms. Zangenfeind dankte der Verwaltung und den Rathaus-Mitarbeitern, dem Bauhof, den gemeindlichen Einrichtungen und dem Gemeinderat für die Zusammenarbeit. „Ihr seid ein hervorragendes Team“, sagte der Rathaus-Chef. „Es ist eine Ehre, für dieses Team und für die Gemeinde das Amt des Bürgermeisters innehaben zu dürfen.“

she

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