Hoffnung auf den Sommer

Aus für die Wintersaison: Alpen-Plus-Gebiete nehmen Skibetrieb nicht mehr auf

Sudelfeld
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Über den Wolken: Berg- und Skigenuss wie hier am Sudelfeld war den Tourengehern vorbehalten. Die Lifte standen still.
  • vonFridolin Thanner
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Landkreis – Die Corona-Pandemie hält Bayern mit steigenden Infektionszahlen in Atem. Weitere Lockerungen wird es vorerst nicht geben. Die Folge: Das endgültige Aus für die Wintersaison in den Alpen-Plus-Skigebieten.

Die Entscheidung ist sicher keine Überraschung im zu Ende gehenden Winter: Aufgrund der Corona-Pandemie blieben die Lifte und Bahnen in den Skigebieten der Region außer Betrieb. Lediglich einige hoffnungsvolle Talente im alpinen Skisport durften ihrem Hobby nachgehen. Alle anderen schauten neidisch, wenn einzelne an Sonnenbichl und Waldkopf durch die Stangl carvten.

Inzwischen ist das mehr Kindern im Rahmen eines Vereinstrainings möglich. Wer sich sonst noch Hoffnung auf den einen oder anderen Skitag gemacht hat, muss diese nun begraben. Denn die Alpen-Plus-Gebiete haben nun das endgültige Aus der Wintersaison beschlossen.

Alpen-Plus-Skigebiete Sudelfeld, Spitzingsee und Brauneck betroffen

„Nachdem aufgrund der wieder steigenden Infektionszahlen in Bayern wohl weitere Öffnungsschritte ausgeschlossen sind, steht fest, dass es in den Alpen-Plus-Skigebieten Sudelfeld, Spitzingsee und Brauneck in dieser Saison keinen Skibetrieb mehr geben wird“, teilten die Partner diese Woche mit.

„Dass es tatsächlich zu einem monatelangen Lockdown kommt und wir unsere Leistungen in dieser Wintersaison überhaupt nicht anbieten dürfen, war nicht abzusehen und hätten wir auch nie erwartet. Das ist wirklich bitter und tut uns in der Seele weh. Zumal bei den diesjährigen Schneeverhältnissen in unseren Gebieten trotz Betriebsverbots jede Menge los ist“, resümiert Peter Lorenz, Sprecher des Alpen-Plus-Skipass- und Bergbahnverbunds.

Steigende Corona-Zahlen verhindern Öffnung

Bis zuletzt hatten die Partner gehofft, in diesem Winter wenigstens noch für ein paar Wochen Skibetrieb anbieten zu können. „Von dieser Hoffnung mussten wir uns nun nach den Verlautbarungen aus Bund und Ländern endgültig verabschieden, die aufgrund wieder ansteigender Zahlen weitere Öffnungsschritte ausschließen“, bedauert Lorenz. Die einzigen, die die Abfahrten und Wintertage in den Gebieten genießen konnten, waren Tourengeher. Sie nutzten den ruhenden Liftbetrieb ausgiebig und in Massen.

Alle Alpen-Plus-Saisonskipasskunden erhalten in den nächsten Tagen ein Schreiben, in dem sie über das Vorgehen zu Rückerstattung oder Übertragung ihrer Saisonskipässe informiert werden.

Die Hoffnungen der Alpen-Plus-Partner liegen nun darauf, dass die Impfungen in Bayern zügig Fahrt aufnehmen und kluge Teststrategien umgesetzt werden, um zumindest mit den Bahnen an Brauneck, Wallberg und Spitzingsee bald in den Sommerbetrieb zu starten, auch wenn die entgangenen Umsätze des Winters keinesfalls damit ausgeglichen werden können, wie es in einer Mitteilung heißt.

Sudelfeld besonders hart betroffen

Besonders hart treffe es das Sudelfeld, das bislang kein Sommerangebot hat und ausschließlich von der Wintersaison lebt. Erschwerend komme hinzu, dass die von Bund und Ländern zugesagten Hilfen für die Seilbahnbranche nur bedingt greifen würden.

„Wie vielen anderen Betrieben wäre uns und unseren Mitarbeitern am meisten damit geholfen, wenn wir unsere im vergangenen Sommer erfolgreich erprobten Hygiene- und Schutzkonzepte umsetzen und wieder unserer Arbeit nachgehen dürften“, macht Lorenz klar. ft

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