CSU fordert deutlich mehr

Ausflügler sollen zahlen: Fischbachau bewirtschaftet weitere Parkplätze

Parkplatz in Fischbachau-Birkenstein
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Wie in Birkenstein werden auch am Mühlenweg und am Parkplatz Tregleralm Parkscheinautomaten aufgestellt.
  • vonFridolin Thanner
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Fischbachau – Der Parkautomat in Fischbachau-Birkenstein hat sich bewährt. Daher haben die Gemeinderäte nun zugestimmt, zwei weitere Parkplätze zu bewirtschaften.

Nach den Erfahrungen von Birkenstein wird die Gemeinde Fischbachau auf zwei weiteren Parkplätzen Gebühren verlangen. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Einige Räte hatten sich aber deutlich mehr erhofft – nicht zuletzt mit Blick auf die Massen von Ausflüglern, die Woche für Woche ins Oberland drängen. Michael Gartmaier plädierte im Namen der CSU-Fraktion für ein gemeindeweites Konzept der Parkraumbewirtschaftung, um so eine weitere Wertschöpfungsquelle für die Gemeinde anzuzapfen.

In Birkenstein erziele die Gemeinde beträchtliche Einnahmen, berichtete Bürgermeister Johannes Lohwasser. Den dort installierten Parkscheinautotomaten – das Tagesticket kostet 5 Euro, zwei Stunden sind frei – bezeichnete er als sehr erfolgreich. Daher geht Lohwasser davon aus, dass sich auch kleinere Parkplätze rentieren würden.

Er schlug vor, künftig auch am Mühlenweg und auf dem Wanderparkplatz Tregleralm Gebühren wie in Birkenstein zu erheben. Ein Automat kostet gut 4.200 Euro. Hinzu kommen 2.500 für die Bezahlmöglichkeit per Karte. Und die Gemeinde muss natürlich für den Stromanschluss sowie ein Fundament für den Automaten sorgen. Wer kein Kleingeld zur Verfügung hat, soll mit seinem Smartphone über die Parkster-App ein virtuelles Ticket lösen können.

CSU listet 21 Parkplätze zum Bewirtschaften auf

Für Fischbachauer wird das Parken kostenfrei bleiben. Das wünscht sich Gartmaier auch für Übernachtungsgäste, die einen Kurbeitrag leisten. „Für unsere Gästekarte führt dies unweigerlich zu einer Qualitätssteigerung“, findet er. Steigern möchte er auch die Einnahmen, um Wanderwege und touristische Infrastruktur zu erhalten. Wie Gartmaier ausführte, wären gemeindeweit Automaten bei einer umfassenden Bewirtschaftung schon nach einem Jahr refinanziert. Die CSU hat in ihrer Liste 21 Parkplätze aufgelistet, die infrage kommen, darunter auch die großen wie in Lehenpoint und an der Mittelschule Fischbachau sowie der Parkplatz am Bahnhof in Hammer.

„So gewaltig Gas geben, finde ich nicht richtig“, sagte Hans Seemüller (FWG). „Das hört sich nach abkassieren an.“ Er verwies zudem darauf, dass durch Parkgebühren nur an anderen Stellen alles zugeparkt würde. Dem stimmte sein Fraktionskollege Simon Irger zu. Zur Steuerung gehöre eine entsprechende Beschilderung, sagte er und sprach sich für eine Entwicklung eins nach dem anderen aus.

Umfassendes Konzept für Fischbachau geplant

Eva Köhler (Grüne) würde so schnell wie möglich Automaten aufstellen, vor allem da, wo die Gemeinde auch öffentliche Toiletten bereitstellt. „Alle großen Parkplätze gehören abkassiert“, forderte Heinrich Isenmann (CSU). „Jeden Tag, an dem ma‘s net machan, samma dumm“, findet er. „Ich halte von der Hoppla-Hopp-Lösung nicht viel“, äußerte hingegen Peter Rauffer (FaB) Bedenken.

Über ein umfassendes Konzept soll nun der Infrastrukturausschuss beraten. Der Gemeinderat hat vorerst nur die zwei Automaten am Tregleralm-Parkplatz und am Mühlenweg beschlossen. Die aber einstimmig. Und es werden wohl nicht die letzten sein. ft

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