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Problem Ausflugsverkehr: Polizei kündigt verstärkte Kontrollen an

Spitzingsee im Landkreis Miesbach
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Ausflügler tummeln sich bei Sonnenschein auf dem zugefrorenen Spitzingsee.

Landkreis – Sonnenschein und Schnee locken immer wieder Ausflügler an Schliersee und Tegernsee. Die Polizei appelliert wegen des Corona-Lockdown.

Trotz Ausgangsbeschränkung und landesweiter Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr ist der Ausflugsverkehr riesig. Die Polizei kündigt verstärkt Kontrollen an, um die Verkehrssicherheit aufrecht zu erhalten. Außerdem appelliert das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd, jede Fahrt – gerade auch unter dem wichtigen Gesichtspunkt des Infektionsschutzes – zu überdenken.

In den touristischen Hotspots des Zuständigkeitsbereichs sind An- und Abfahrtswege sowie öffentliche Parkplätze regelmäßig durch Ausflugsverkehr überfüllt und nicht mehr aufnahmefähig. „Heuer kommt es in den oberbayerischen Bergregionen immer wieder zu neuen Belastungsspitzen“, erklärt das Polizeipräsidium. Vielerorts sind Ausflugsparkplätze schon am frühen Vormittag belegt, sodass sich bereits auf den Zufahrtsstraßen oft kilometerlange Staus bilden.

Aus diesem Grund überwachen die betroffenen Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd unterstützt von der bayerischen Bereitschaftspolizei verstärkt, dass die Straßenverkehrsordnung ein- und Zufahrtsstraßen in den Ausflugsregionen freigehalten werden.

Festgestellte Verstöße werden konsequent geahndet. Dies kann von einem Verwarnungsgeld oder einer Ordnungswidrigkeitenanzeige bis hin zum Abschleppen des Fahrzeugs führen. Weiter schreibt das Polizeipräsidium: „Überdies sind die Polizeibeamten zur Bekämpfung von vermeidbaren Infektionsgefahren angehalten, das Vorliegen von triftigen Gründen für das Verlassen der eigenen Wohnung (allgemeine Ausgangsbeschränkung), aber auch die Beachtung der Kontaktbeschränkung im Rahmen von ganzheitlichen Kontrollen zu überprüfen und dabei festgestellte Verstöße zur Anzeige zu bringen.“

Die Polizei appelliert, die Regeln der geltenden Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zu beachten und sich vor Fahrtantritt zu überlegen, ob man für einen Ausflug unbedingt den Wohnort verlassen muss. Statt überfüllter Ausflugsziele sollten Alternativen ausgesucht werden. Nur auf ausgewiesenen Parkplätzen parken, an die Umwelt denken und Fahrzeuge nicht einfach auf Wiesen und in Wäldern abstellen, Rettungswege frei halten, auf eine ausreichende Fahrbahnbreite für größere Einsatzfahrzeuge achten, sind weitere Hinweise. ft

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