Kreisentwicklungsausschuss stärkt das Angebot

Im Landkreis Miesbach sollen mehr Busse fahren

RVO Fahrgastinformation Buslinie Monialm
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Das Schild ist wird auch nächstes Jahr nicht mehr gebraucht. Zwischen Monialm und Spitzing fahren weiter Busse.

Miesbach/Landkreis – Mehr Menschen sollen mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Dafür muss aber auch das Angebot passen. Der Landkreis will es stärken.

Miesbach/Landkreis – Fast täglich staut es sich auf Straßen im Landkreis. Das soll sich ändern und mehr Menschen in öffentliche Verkehrsmittel steigen. Der Kreis hat im Dezember 2019 einen Nahverkehrsplan beschlossen, als erste Maßnahmen wurden die Buslinien von Schliersee zum Spitzing und von Tegernsee nach Kreuth verstärkt. An Wochenenden und Feiertagen geht‘s jetzt auch für Zugfahrgäste der halbstündlichen Verbindungen mit dem Bus weiter (wir haben berichtet). In seiner jüngsten Sitzung hat der Kreisentwicklungsausschuss beschlossen, die zusätzlichen Fahrten auf den beiden Linien fortzuführen.

Das Angebot war zunächst bis Ende der Herbstferien befristet. Einstimmig hat das Gremium nun beschlossen, daran festzuhalten. Wie Fachbereichsleiter Peter Schiffmann vom Landratsamt erklärte, werde das Angebot gut angenommen. Trotz der Corona-Auflagen nutzen im Schnitt bereits 20 Fahrgäste die Busse. Im kommenden Jahr wird der Landkreis rund 75.000 Euro für das Angebot ausgeben. Als nächsten Schritt plant der Landkreis eine Taktverdichtung auf der Ringlinie Schlierach-/Leitzachtal. Busse, die sonst nur im Schulverkehr fahren, sollen bald auch an Wochenenden und in den Ferien Fahrgäste befördern. Bis zu 50.000 Euro wird der Landkreis dafür ausgeben. Wolfgang Rzehak (Grüne) drängte darauf, den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs voranzutreiben. „Wir dürfen da keine Bremse reinhauen“, stimmte Landrat Olaf von Löwis zu.

Eine Vollbremsung hatte es in der Valepp, auf der Linie zwischen Monialm und Spitzing, bereits gegeben. Wie berichtet, fährt seit September nun ein kleineres Fahrzeug auf der Strecke. Auch an diesem Angebot möchte der Landkreis festhalten und gibt dafür 15.000 Euro frei. Die Gemeinden Schliersee und Rottach-Egern beteiligen sich. Anastasia Stadler (CSU) regte an, die Herbstferien mitzunehmen. „Bei uns ist nicht Mitte Oktober Saison-

ende“, sagte sie. Weitergehen soll es zudem auf noch zwei Strecken. Die Wendelsteinringlinie bezuschusst der Landkreis laut dem neuen Beschluss ab 2022 für sechs weitere Jahre mit jeweils 30.000 Euro. Und die grenzüberschreitende Verbindung nach Kufstein, initiiert von den Gemeinden Schliersee, Fischbachau, und Bayrischzell, soll es ebenfalls über die Probephase hinaus geben. Vergaberechtlich müsse das über den Landkreis laufen, erklärte Schiffmann. Rund 15.000 Euro für das kommende Jahr sind dafür angesetzt. ft

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