Nahe dem Kieswerk Rohrdorfer

Außenstelle für Bauhof: Das plant die Gemeinde Otterfing

Lager- und Unterstellplatz für den Bauhof Otterfing
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Durch ein Tauschgeschäft mit dem Kieswerk Rohrdorfer ist die Gemeinde Otterfing in Besitz eines Grundstücks an der Hienlohestraße mit intaktem Geräteschuppen gekommen. Dort soll nun ein Lager- und Unterstellplatz für den Bauhof entstehen.

Otterfing – Der Otterfinger Bauhof braucht Platz und bekommt ihn nun: Nahe dem Kieswerk Rohrdorfer hat die Gemeinde ein Gelände erstanden.

Im Bauhof herrscht Raumnot. Da kam es der Gemeinde Otterfing recht, dass sie durch einen Vergleich mit dem Kieswerk Rohrdorfer in Besitz eines Grundstücks gelangt ist, auf dem sogar schon eine weiterhin nutzbare Scheune steht. Dort könnten beispielsweise nur jahreszeitlich benötigte Geräte des Bauhofs untergestellt werden. Zudem wäre ein befestigter Außenlagerplatz möglich. Bedenken kamen von Gemeinderäten angesichts der Kosten und der Nutzungsänderung des Grundstücks. Trotzdem votierte das Gremium jüngst einstimmig, einen Planungsauftrag inklusive Kostenberechnung zu erstellen.

Wie Bauamtsleiter Hubert Zellner erklärte, soll die knapp 4.000 Quadratmeter große Fläche größtenteils gepflastert oder gekiest werden. Neben der Lagerung von Winterdienstgeräten in der Scheune könnten auf der Fläche mittels flexibel stellbarer Betonelemente Raum für Schüttgut entstehen oder Container aufgestellt werden. Abgegrenzt werden soll das Areal in Richtung Bahnlinie mit einem begrünten Wall und ansonsten mit einer Art Bauzaun. Eine Kostenschätzung hatte Zellner noch nicht. Er sagte aber, dass dafür bereits Mittel im Haushalt vorgesehen seien.

Gschmäckle wegen Außenbereich

„Ein Gschmäckle hat das schon, schließlich ist das Außenbereich und eine landwirtschaftlich genutzte Fläche“, gab Gerhard Heimerer (CSU) zu bedenken. Die Nutzungsänderung solle aber, wie Zellner sagte, als sonstiges Vorhaben der Gemeinde nicht anfechtbar sein und, da der Bauhof beengt ist, auch nicht ohne Not geschehen.

Wie Heimerer bat Robert Schüßlbauer (CSU), die Kosten im Auge zu behalten: „Die Notwendigkeit sehe ich auf alle Fälle, aber bitte nicht zu viel Geld ausgeben und erst die Kostenschätzung abwarten.“ Bürgermeister Michael Falkenhahn versprach dazu: „Natürlich achten wir in der Verwaltung immer auf die Wirtschaftlichkeit. Aus leidvoller Erfahrung wissen wir aber, dass die billigste Lösung nicht immer die beste ist.“

Neue Idee von FWG

Eine völlig andere Idee brachte Josef Killer (FWG) in die Runde ein: Um den, wie er sagte, Bauhoftourismus zwischen den beiden Standorten zu unterbinden, schlug er vor, stattdessen den Bauhof am Argeter Weg zu erweitern. Dafür sollten die dortigen Schrebergärten aufgelöst und an den Standort beim Kieswerk verlegt werden.

Das widerstrebte aber nicht nur dem Rathauschef. Außerdem wäre das, wie Falkenhahn sagte, auch nicht günstiger, weil dann zudem eine neue Halle gebaut werden müsste und, wie Hans Thoma (CSU) ergänzte, die Umsiedelung der Schrebergärten einiges kosten würde.

Vorschlag für Ortstermin

Eine Lanze für die Auslagerung brach Stefan Burgmayr (FWO). Er schlug vor, doch sobald als möglich mit den Gemeinderäten den Bauhof zu begehen, um sich selbst ein Bild zu machen: „Das haben wir das letzte Mal vor rund sieben Jahren gemacht. Inzwischen sind einige in unserer Runde neu und die Raumnot im Bauhof ist alles andere als weniger geworden.“

Einstimmig fiel schließlich der Beschluss, das Ingenieurbüro Kárpáty mit der Planung zu beauftragen und eine Kostenschätzung vorzulegen. hac

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