Auszeichnung: Fischbachau ist die erste Energiewende-Kommune

Leuchtturm im Oberland

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Fischbachau ist Energiewende Kommune. Das Schild am Rathaus-Eingang enthüllte Ilse Aigner mit (v.l.) Wolfgang Seiler, EWO-Stiftungsratsvorsitzender Gerhard Ohlbaum, Wolfgang Rzehak und Josef Lechner.

Fischbachau – Die Gemeinde Fischbachau ist „Energiewende Kommune 2013“. Seit vergangenem Freitag ist das auch am Rathauseingang zu lesen. Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner hat das Schild im Rahmen einer Feierstunde enthüllt.

Mit dabei waren unter anderem Landrat Wolfgang Rzehak, Bürgermeister Josef Lechner und Professor Wolfgang Seiler, Vorstandsvorsitzender der Energiewende Oberland (EWO). Diese hat das Siegel verliehen und würdigt damit besonderes Engagement im Bereich Energiewende in der Region. Für Aigner, die dafür die Schirmherrschaft übernommen hatte, ist die Auszeichnung bestens geeignet, der Energiewende im Oberland einen Schub zu geben. Fischbachau lobte sie als „vorbildlich“. Die Gemeinde dürfe „stolz sein“, sagte Landrat Rzehak und wertete die Auszeichnung als „weiteren Meilenstein in unserem Landkreis“ hinsichtlich der Energiewende. Nun hofft er, dass von Fischbachau „eine Signalwirkung für die anderen Gemeinden ausgeht“. Darauf setzt auch Seiler, der Fischbachau als „Leuchtturm, der weit ins Oberland hinein schaut“, bezeichnete. Für die Vergabe des Preises gebe es strenge Kriterien, vom ganzheitlichen Konzept bis hin zur Partizipation. Fischbachau hat es sich wirklich verdient, sagte Seiler. „Es war keine Überraschung, nur eine Frage der Zeit“, witzelte Bürgermeister Lechner. Doch es sprechen tatsächlich viele Projekte für die Energiewende Kommune. Als Anreiz für Gebäudesanierungen winken grüne Hausnummern (Lechner erhielt die erste), an sonnigen Tagen versorgt sich die Gemeinde bereits zu 75 Prozent aus regenerativen Energien, Rathaus, Schule und Warmbad erhalten die Wärme von einer Absorber- und Hackschnitzelanlage. „Wir haben die Bürger mitgenommen, und die Gemeinde lebt es vor“, nannte Lechner das Erfolgsrezept. Er hofft, bald auch das Breitensteinwasser energetisch nutzen zu können: „Es schaut gut aus, dass wir nächstes Jahr ans Netz anschließen dürfen.“ Die Energiewende in Fischbachau geht weiter. ft

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