Aktionswoche in Bad Wiessee

Das steckt hinter der Aktion Schutzwald des Forstbetriebs Schliersee

Die Teilnehmer schützen den Wald: (v.l.) Sophie Brüning, Jens Ruhkopf, Dietmar Lorenz, Franz Göggel, Claudia Bolte, Manuel Wöll und Leonie Heinz-Fischer mit Forstwirt Manfred Saller und Förster Hannes Deininger.
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Die Teilnehmer schützen den Wald: (v.l.) Sophie Brüning, Jens Ruhkopf, Dietmar Lorenz, Franz Göggel, Claudia Bolte, Manuel Wöll und Leonie Heinz-Fischer mit Forstwirt Manfred Saller und Förster Hannes Deininger.

Schliersee – Zum Schutz des Waldes haben freiwillige Helfer und Experten des Forstbetriebs Schliersee eine Aktionswoche im Revier Bad Wiessee durchgeführt.

Vor Kurzem veranstaltete der Forstbetrieb Schliersee im Revier Bad Wiessee zusammen mit dem Deutschen Alpenverein eine Aktionswoche der „Aktion Schutzwald“. Unter fachkundiger Anleitung des Forstwirts Manfred Saller entfernten die freiwilligen Helfer eingewachsene Kulturzäune, denn diese sind eine Gefahr für Auerwild und Wildtiere.

Um den Schutzwald für den Klimawandel zu rüsten, wurden junge Tannen und seltenes Laubholz gegenüber Konkurrenzvegetation gefördert. Ein gemischter und stabiler Bergmischwald ist die beste Zukunftsvorsorge für kommende Generationen. Zum Abschluss informierte der zuständige Förster Hannes Deininger die Teilnehmer auf einer Exkursion im Söllbach über die Auswirkungen des Klimawandels und Hochwasserereignissen. Eine zünftige Brotzeit auf der Schwarzentennalm rundete eine gelungene Woche ab.

Seit 1984 engagiert sich der Deutsche Alpenverein (DAV) für den alpinen Schutzwald. Was mit einer bis zwei Aktionen pro Jahr begann, hat sich heute zu einem umfangreichen Programm mit bis zu 20 Aktionswochen entwickelt. 2007 wurde das Projekt mit dem Alpinen Schutzwaldpreis ausgezeichnet.

An der Aktion Schutzwald beteiligen sich pro Jahr rund 130 Helfer. Die Teilnehmer helfen fünf Tage lang unter fachlicher Anleitung in der alpinen Schutzwaldpflege und -sanierung mit: Sie pflanzen Bäume, pflegen Zugangswege, bauen Hochsitze, räumen Sturmflächen oder helfen in der Jungwaldpflege.

Während dieser Woche haben die Frauen und Männer eine hervorragende Möglichkeit, die Alpen und den Bergwald einmal aus ganz anderer Perspektive kennen zu lernen und einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Ohne den Schutzwald wären Teile der bayerischen Alpen unbewohnbar. Der Schutzwald hält Steinschlag, Felsstürze, Muren und Lawinen von den Tallagen fern. Gleichzeitig ist er wichtig für das Trinkwasser und bietet Tieren und Pflanzen Lebensraum. Aufgrund der natürlichen Gegebenheiten haben Gebirgswälder oftmals schwierige Wachstumsbedingungen, sodass eine sorgfältige Pflege notwendig ist. Die sogenannten neuartigen Waldschäden, bedingt durch Schadstoffbelastungen und veränderte Klimabedingungen, belasten den Wald zusätzlich. ksl

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