Nein zur Bauvoranfrage

Kein Netto auf der Wiese in Bad Wiessee

Wiese zwischen Sanktjohanser- und Hubertusstraße in Bad Wiessee
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Netto würde gern einen Supermarkt zwischen Sanktjohanser- und Hubertusstraße bauen – und handelte sich eine Abfuhr ein.

Bad Wiessee – Braucht Bad Wiessee einen neuen Supermarkt? In einem Ortsteil gibt es tatsächlcih bedarf, doch Pläne eines Discounters fielen vor Kurzem durch-

Seit der Schließung des kleinen Netto-Marktes am Rathausweg in Bad Wiessee ist für viele Bürger eine wichtige Einkaufsmöglichkeit in der Ortsmitte weggefallen. Viele Anwohner, vor allem ältere Leute aus der Umgebung und Azubis hatten hier ihre Einkäufe erledigt, berichtete Bürgermeister Robert Kühn. Er vermutet mangelnde Rentabilität als Grund für die Schließung. Nun stellt sich die Frage nach einer Alternative, die dem Mangel abhelfen könnte.

In der jüngsten Sitzung des Bau-, Umwelt- und Landschaftsausschusses stand eine mögliche Alternative zur Debatte. Vertreter der Discounterkette waren mit einer formlosen Anfrage an die Gemeinde herangetreten, die den Neubau eines, freilich größeren, Lebensmittel-Discountmarktes auf dem Areal zwischen Sanktjohanser- und Hubertusstraße ins Spiel bringt. Schon Anfang August war es zu einem Gespräch mit Vize-Bürgermeisterin Birgit Trinkl (FWG) gekommen, sagte Bauamtsleiter Anton Bammer in der Sitzung.

Die Wiesenfläche umfasst insgesamt 6080 Quadratmeter, als Bauland sind aber lediglich drei auf der Südseite liegende Grundstücke ausgewiesen, erläuterte Bammer. Für diese gelte eine Ergänzungssatzung zum angrenzenden Wohngebiet „Im Sapplfeld“. Die nördliche Seite des Areals sei aber nicht als Bauland ausgewiesen. Daher müsste sich die Dimensionierung des potentiellen Neubaus innerhalb der bereits ausgewiesenen Grenzlinie bewegen. Bammer beurteilte die von Netto vorgeschlagenen Pläne als problematisch, sowohl wegen der möglichen Größe eines entsprechenden Gebäudes, als auch wegen der Lage. Der Flächennutzungsplan misst der Fläche, die unmittelbar unterhalb der Kirche Maria Himmelfahrt liegt, optisch eine „besondere Bedeutung für das Ortsbild“ zu.

Ein weiterer kritischer Punkt sei auch die Frage nach der Notwendigkeit eines zusätzlichen Supermarktes in der südlichen Ortshälfte, führte der Bauamtsleiter aus. Unter dem Gesichtspunkt der Ortsplanung sei die Gemeinde sowohl im südlichen wie auch nördlichen Ortsbereich mit Einkaufsmöglichkeiten „gut versorgt“. Lediglich durch den Wegfall des Netto-Ladens hinter dem Rathaus klaffe hier eine Versorgungslücke, die aber durch die Installation eines neuen, zusätzlichen Nettomarktes im Süden nicht behoben würde.

Die Mitglieder des Bauausschusses distanzierten sich angesichts der Argumente von dem Projekt. Einstimmig lehnten sie die Anfrage von Netto ab. ger

Ein anderes Bauprojekt hat der Gemeinde kürzlich auf den Weg gebracht.

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