Auch Monte-Mare Schliersee noch zu

Warum der Badepark in Bad Wiessee weiter geschlossen bleibt

Trotz Lockerung: Der Badepark in Bad Wiessee bleibt bis mindestens 7. September geschlossen.
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Trotz Lockerung: Der Badepark in Bad Wiessee bleibt bis mindestens 7. September geschlossen.

Bad Wiessee – Zu öffnen wäre zu teuer, sagt der Bürgermeister. So bleibt der Badepark in Bad Wiessee trotz Erlaubnis geschlossen.

Neben Wellness- und Saunaanlagen in Hotels dürfen seit dieser Woche auch Hallenbäder wieder öffnen. Doch wer im Landkreis Miesbach schwimmen gehen möchte, kann dies vorerst weiterhin nur draußen. Erst kommende Woche öffnet mit dem Batusa in Holzkirchen immerhin ein Hallenbad im Landkreis. Noch kein Eröffnungstermin heißt es hingegen auf der Internetseite des Monte-Mare in Schliersee. Und der Badepark in Bad Wiessee bleibt bis mindestens 7. September geschlossen, wie die Gemeinde mitteilt.

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Bürgermeister Robert Kühn begründet die Entscheidung sowohl finanziell als auch aus Verantwortung der Gemeinde ihren Mitarbeitern gegenüber. „Diese wird aus unserer Sicht nur dann ausreichend gewährleistet, wenn es ausgeschlossen werden kann, dass ein Infektionsrisiko stattfindet“, erklärt Kühn. Das kommunale Hallenbad mit einem warmen und feuchten Innenklima hingegen stelle eine Arbeitssituation dar, die beste Voraussetzungen für eine virale Verbreitung biete.

Dieser Umstand lässt Kühn außerdem befürchten, dass auch nur wenige Badegäste öffentliche Hallenbäder besuchen würden. Sie zu öffnen, gehe jedoch nur mit vollem Einsatz der Betriebsmittel, Personal, Energie und Wasser, macht der Bürgermeister deutlich.

Das bedeutet: Ab Öffnung hat die Gemeinde auch die vollen Kosten zu tragen. Und Bad Wiessee bezahlt beim Badepark ohnehin schon drauf. Weil aufgrund der Verordnung weniger Gäste in die Einrichtung dürfen und Kühn ohnehin auch kein großes Interesse erwartet, befürchtet er hohe Einnahmeverluste – und ein jährliches Defizit, das sich von 1 auf 2 Millionen Euro verdoppeln könnte.

„Die Gemeinde hat demnach auch eine Verantwortung gegenüber den Steuermitteln, die sie verwendet“, erklärt Kühn. Zum jetzigen Zeitpunkt könne deshalb eine Öffnung dem Steuerzahler keinesfalls zugemutet werden. ft

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