Ein fröhlicher Tag

Berufsschulzentrum Miesbach verabschiedet 124 Absolventen

124 Berufsschüler nahmen ihr Abschlusszeugnis in Empfang. Für die Besten unter ihnen gab es Preise der bayerischen Staatsregierung und des Landkreises. Die Verleihung nahmen Landrat Wolfgang Rzehak (l.) und Martin Greifenstein, Leiter des Beruflichen Bildungszentrum Miesbach, (r.) vor.
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124 Berufsschüler nahmen ihr Abschlusszeugnis in Empfang. Für die Besten unter ihnen gab es Preise der bayerischen Staatsregierung und des Landkreises. Die Verleihung nahmen Landrat Wolfgang Rzehak (l.) und Martin Greifenstein, Leiter des Beruflichen Bildungszentrum Miesbach, (r.) vor.

Bad Wiessee/Landkreis – Ein fröhlicher Tag für die 124 Absolventen des Berufsschulzentrums Miesbach. Sie wurden jüngst verabschiedet und einige von ihnen ausgezeichnet.

Um seine diesjährigen Absolventen zu verabschieden, hat kürzlich das Berufsschulzentrum (BSZ) Miesbach zu einem Festakt in den Gasthof zur Post eingeladen. Zur Begrüßung stimmte die Schulband unter Leitung von Dennis Schosser den Gospelklassiker „Oh, happy Day“ an. Der Tag war aber nicht nur für die Schulabgänger ein fröhlicher. Dass dies auch ein guter Tag für den Landkreis und alle seine Bürger sei, betonten Landrat Wolfgang Rzehak, Miesbachs Bürgermeisterin Ingrid Pongratz und Johann Holzinger, Bildungsmanager der Standortmarketing-Gesellschaft des Landkreises, ausdrücklich.

Die Preisträger:

  • Land- und Baumaschinenmechatroniker: Thomas Hagl (Bad Aibling/Landkreis) und Martin Perret (Neubeuern/Regierung).
  • Anlagenmechaniker: Felix Höger (Warngau/Landkreis).
  • Hotelfachfrau: Maria Leitner (Schliersee/Regierung und Landkreis), Eva Dürr (Bad Wiessee/Regierung), Rita Wiedenbauer (Dietramszell/Regierung), Marie Cornelsen (Kreuth/Regierung) und Sarah Geiger (Königsdorf/Regierung).
  • Groß- und Außenhandelskaufmann: Mohamad Alsafadi (Warngau/Regierung und Landkreis), Björn Moritz (Geretsried/Regierung), Philipp Streicher (Geretsried/Regierung), Magdalena Wasensteiner (Lenggries/Regierung), Van Thanh Pham (München/Regierung), Taulant Mani (München/Regierung), Sarah Ziegler (München/Regierung), Robert Kolb (Otterfing/Regierung) und Fabian Siebenwurst (Schäftlarn/Regierung).
  • Kfz-Mechatroniker: Jonas Trautwein (Gmund/Regierung und Landkreis).
  • Kauffrau im Büromanagement: Maria Reiter (Warngau/ Regierung und Landkreis) und Katharina Festl (Holzkirchen/Regierung).
  • Kauffrau im Einzelhandel: Lisa-Marie Krammer (Hausham/Regierung).
  • Koch: Andreas Herrmann (Kreuth/Regierung) und Bernhard Völkl (Kreuth/Regierung).

„Jetzt haben Sie es geschafft“, rief Schulleiter Martin Greifenstein seinen ehemaligen Schützlingen gut gelaunt zu. Die Entscheidung, einen Lehrberuf zu ergreifen, hätte besser nicht sein können, stellte Greifenstein fest und zeigte sich überzeugt, dass die jungen Frauen und Männer, durch die Lehre gefestigt, künftig ein wichtiger Teil der Gesellschaft sind: „Behalten Sie Ihre positive Lebenseinstellung bei und stehen Sie weiterhin für Freiheit, Demokratie, ein geeintes Europa und Frieden ein.“ Eine Empfehlung, die auch Landrat Wolfgang Rzehak mit auf den Weg gab: „Schaut Euch die Welt an, aber kommt bitte wieder zurück. Hier ist Eure Heimat und die braucht Euch.“ In diesem Zusammenhang nahm er auch die Pisa-Studien aufs Korn: „Wir haben die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit und werden weltweit um unser duales System beneidet. So schlecht können wir das also nicht machen.“ Wie Rzehak betonte, liege das an der gesunden Mischung aus Theorie und Praxis und daran, nicht einem Akademisierungswahn hinterherzujagen. Als klare Verfechterin des dualen Systems ist auch Miesbachs Bürgermeisterin Ingrid Pongratz bekannt: „Das Handwerk hat goldenen Boden. Das gilt mehr denn je. Und wenn nicht das Handwerk unsere Gesellschaft am Laufen hält, wer dann?“ Mit einem „Glück auf“ wünschte sie den jungen Leuten eine gute Zukunft und bat noch darum, diese doch hier zu suchen. Lob für den Bildungsstandort Miesbach kam von Johann Holzinger. Dank der guten Verflechtung von Schulen, Betrieben und Politik sei der Landkreis Heimat von nachhaltiger und innovativer Berufsausbildung sowie gestandenem Handwerk. Die Zukunft, so Holzinger, gehöre allerdings der Digitalisierung: „Ihr seid die Digital-Natives. Haltet die Augen offen, wie Digitalisierung auch Eure Betriebe zukunftssicher machen kann. Bleibt immer neugierig und natürlich der Region treu.“ Bevor es an die Zeugnisausgabe ging, verliehen Rzehak und Greifenstein mit den anwesenden Bürgermeistern noch Auszeichnungen für herausragende Leistungen. Unter viel Applaus nahmen 21 Absolventen Staatspreise für einen Notendurchschnitt besser als 1,5 in Empfang. Sechs Schüler erhielten als Beste ihres Ausbildungsberufes einen Landkreispreis. Einen besonders herzlichen Beifall gab es für Mohamad Alsafadi. Der junge Mann aus Warngau kam erst vor vier Jahren aus Syrien hierher, lernte Deutsch und begann eine Ausbildung zum Groß- und Einzelhandelskaufmann. Die schloss er so erfolgreich ab, dass er jetzt sowohl einen Staats-, als auch einen Landkreispreis in Empfang nehmen konnte. Interessant war, dass sich Alsafadis Klasse, die WGH12B, mit viel Fleiß wohl in eine Art Lernrausch begab. Schließlich brachte sie insgesamt neun Preisträger hervor. Dass daran der Lehrkörper des BSZ nicht schuldlos gewesen sein kann, bestätigte Schulsprecher Marvin Schaefer: „Sie nehmen sich nicht nur unserer Berufsausbildung, sondern auch der Persönlichkeitsbildung an. Dafür danken wir Ihnen.“ hac

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