Neuer Ärger zum Schluss

Alleingang gegen Abmachung: Wiessees Bürgermeister lässt Spielarena kündigen

Mit Abstand: Der Wiesseer Gemeinderat hielt seine letzte Sitzung der Amtsperiode im Saal des Gasthofs zur Post ab. Der neue Ort trug am Ende nicht zu besserer Stimmung bei.
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Mit Abstand: Der Wiesseer Gemeinderat hielt seine letzte Sitzung der Amtsperiode im Saal des Gasthofs zur Post ab. Der neue Ort trug am Ende nicht zu besserer Stimmung bei.

Bad Wiessee – Mit einem Alleingang in puncto Spielarena hat Bad Wiessees Bürgermeister Peter Höß Tatsachen geschaffen, die den Gemeinderat erzürnen.

Beinahe hätte es der Wiesseer Gemeinderat geschafft, seine letzte Sitzung harmonisch zu Ende zu bringen. Es herrschte gute Stimmung nach den Beschlüssen zum Hotelprojekt an der Seepromenade und als die Tagesordnung abgearbeitet war. Aber dann knallte es doch wieder. Wie so oft. Der Grund diesmal: Ein Alleingang von Bürgermeister Peter Höß.

Zwei Wochen vor dem Ende seiner Amtszeit hat Höß dem Betreiber der Spielarena das Mietverhältnis kündigen lassen. Florian Sareiter (CSU) „fehlt dafür das Verständnis“. Nachdem bereits die ersten Dankes- und Abschiedsworte gesprochen waren, machte er seinem Ärger Luft. Eine persönlich schlimme Nachricht sei es gewesen, als er von der Kündigung erfahren habe. Mitten in der Corona-Krise, in der es um die Gesundheit gehe, Menschen um ihr Leben und das wirtschaftliche Überleben kämpfen. Zudem erinnerte Sareiter daran, dass im Gremium Konsens herrschte, Entscheidungen zur Zukunft der Spielarena dem künftigen Gemeinderat zu überlassen.

„Ich möchte geordnete Verhältnisse übergeben“, rechtfertigte Höß sein Vorpreschen. Die Kündigung sei zum Ende September 2021 erfolgt. Es bleibe also genügend Zeit, über die Zukunft neu zu beraten und gegebenenfalls einen neuen Vertrag zu schließen. Eine automatische Verlängerung – es wären fünf Jahre – würde hingegen erhebliche finanzielle Risiken für die Gemeinde bergen. Es geht um Millionenbeträge – über die der künftige Bürgermeister mit seinen Gemeinderäten entscheiden solle. Höß hat Fakten geschaffen – und damit für neuen Ärger und Unverständnis gesorgt. ft

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