Baukosten bei 9,4 Millionen Euro

Bad Wiessee baut Kindergarten und Krippe in einem Aufwasch 

Plan für neuen Kindergarten und Krippe in Bad Wiessee
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Die beiden Module für Kindergarten und Krippe werden im südlichen Bereich des Schulareals in Bad Wiessee gebaut.

Bad Wiessee – Die Gemeinde Bad Wiessee baut den neuen Kindergarten und Kinderkrippe auf dem gemeindeeigenen Schulareal. Das hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen.

Unterschiedliche Meinungen gab es jedoch, ob die Trägerschaft für den Kindergarten wie bisher bei der Katholischen Kirche liegen soll.

Über die Notwendigkeit der Baumaßnahme bestand kein Zweifel, schließlich ist die Kinderkrippe zu klein und der Kindergarten nicht sanierungsfähig. Daher hatte der Gemeinderat im Juni beschlossen, deren Neubau auf dem gemeindlichen Areal der Grundschule auf Basis der Pläne des Büros Girnghuber & Wolfrum aus München zeitnah voranzutreiben.

Wie Bürgermeister Robert Kühn bei der Vorstellung des Beschlussvorschlages sagte, hatte er bezüglich der Fortführung der Trägerschaft des Kindergartens auch schon Vorabgespräche mit dem Erzbischöflichen Ordinariat geführt und sei dabei auf offene Türen gestoßen. Einigkeit bestand dabei auch, dass für den Altbestand des momentanen Kindergartens dann zeitnah und in enger Abstimmung mit der Gemeinde eine Lösung erarbeitet werden müsse, die verhindert, dass dort ein ungenutztes Gebäude bestehen bleibt.

Dass die Kindergarten-Trägerschaft automatisch weitergeführt werden soll, missfiel allerdings Johannes von Miller (Grüne): „Natürlich brauchen wir einen neuen Kindergarten, aber die Notwendigkeit, dass dessen Trägerschaft von vornherein der Katholischen Kirche übertragen wird, sehe ich nicht.“ Wie er berichtete, habe er die Zusammenarbeit als ehemaliger Elternbeiratsvorsitzender als „problematisch“ empfunden und höre das auch heute noch von vielen Eltern. Seine Empfehlung: „Wir sollten auch nach links und rechts schauen und uns nicht schon heute festlegen.“

Auf Vorschlag der Verwaltung wurde schließlich abgestimmt, ob Neubau und Trägerschaft separat behandelt werden sollen. Mit 11:8 Stimmen entschied sich das Gremium aber dagegen. Somit blieb es bei der Formulierung, dass nicht die Absicht bestehe, Änderungen an den bisherigen Trägerschaften vorzunehmen – sprich die Katholische Kirche sollte weiterhin den Kindergarten und die Evangelische Kirche die Kinderkrippe betreiben.

Davon unbenommen erfolgte die Diskussion, wie und welche Baukörper der in Modulbauweise geplanten Anlage umgesetzt werden sollen. Gemäß der städtebaulichen Studie wären drei gleich große Baukörper möglich. Um Kosten und Synergieeffekte gleichermaßen nutzen zu können, entschloss sich der Gemeinderat einstimmig für den Bau von zwei Modulen. Damit können 48 Krippenplätze und bis zu 100 Kindergartenplätze in den Erd- und Obergeschossen realisiert werden.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, in den Dachgeschossen zehn bis 20 Personalwohnungen zu bauen. Die geschätzten Baukosten für beide Module belaufen sich inklusive Abriss und Erschließungskosten auf rund 9,4 Millionen Euro. Wie Geschäftsleiter Hilmar Danzinger sagte, könne die Gemeinde vorsichtig geschätzt mit einer Förderung von 30 Prozent der Kosten rechnen. hac

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