Bauplan passt nicht für Bad Wiessee

Gemeinderat verhängt Veränderungssperre an Seepromenade

Eine Wohnbebauung südlich des Seegartens ist für den Bad Wiesseer Gemeinderat nicht wünschenswert und wurde abgelehnt.
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Eine Wohnbebauung südlich des Seegartens ist für den Bad Wiesseer Gemeinderat nicht wünschenswert und wurde abgelehnt.

Bad Wiessee – Pläne für ein Wohngebäude nahe dem Kurhotel Seegarten wären zwar möglich. Dennoch hat der Gemeinderat nun eine Veränderungssperre an der Seepromenade verhängt.

Der Bau- und Umweltausschuss in Bad Wiessee befasste sich kürzlich mit einem Antrag auf Vorbescheid für ein Wohngebäude südlich des Kurhotels Seegarten. Zwar würde dies der gültige Bebauungsplan zulassen, allerdings stellte sich der Ausschuss die Frage, ob das aus heutiger Sicht noch passt und zu vertreten ist. Das Gremium verweigerte daher seine Zustimmung und empfahl dem Gemeinderat, eine Veränderungssperre zu erlassen und den Bebauungsplan zu ändern. Dem folgte das Gremium vor Kurzem einstimmig.

Inhalt des Antrags war ein Wohngebäude in der Größe von 12,35 mal 8,50 Meter sowie eine 6,50 mal 6,50 Meter große Garage. Der Bau- und Umweltausschuss war sich einig, dass der rechtskräftige Bebauungsplan Nr. 17 „Grundstücke Schlatter/Strasser“ aus dem Jahr 1986 das zwar theoretisch hergibt, aber nicht mehr mit der tatsächlichen Entwicklung des Gebietes übereinstimmt. Deshalb sollte der Plan, so der Rat des Ausschusses, dringend überarbeitet und dazu eine Veränderungssperre erlassen werden.

Wie Bauamtsleiter Anton Bammer erklärte, befinden sich die vom Antrag betroffenen Flächen vollumfänglich im Geltungsbereich der Sanierungssatzung „Grundstücke im Ortskern, an der Münchner Straße sowie im Kur- und Badeviertel“. Diese sieht vor, das Areal unter Berücksichtigung landschaftlicher und naturräumlicher Besonderheiten, Überschwemmungsbereiche, Erholungs- und Wegeflächen sowie der vorgesehenen Umgestaltung der Seepromenade aufzuwerten.

Absolut richtig fand Klaudia Martini (SPD) daher die Veränderungssperre und schlug außerdem vor, den Geltungsbereich des Plans um angrenzende Grundstücke im Norden zu erweitern: „Ich halte das für diesen markanten Platz für sinnvoll.“ Diese Einschätzung teilte der Gemeinderat und beschloss sowohl die Veränderungssperre, als auch deren Erweiterung einstimmig. Um den Bebauungsplan zu überarbeiten, hat die Gemeinde nun zwei Jahre Zeit. hac

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