Kommunalwahl 2020

Johannes von Miller will Bad Wiessees neuer Bürgermeister werden

Der Grünen-Kreisvorsitzende Georg Kammholz (l.) wünscht dem frisch gekürten Bad Wiesseer Bürgermeisterkandidaten Johannes von Miller viel Glück.
+
Der Grünen-Kreisvorsitzende Georg Kammholz (l.) wünscht dem frisch gekürten Bad Wiesseer Bürgermeisterkandidaten Johannes von Miller viel Glück.

Bad Wiessee – Johannes von Miller tritt bei der Kommunalwahl 2020 an. Der Bad Wiesseer Grünen-Kandidat möchte als Bürgermeister auf Bestehendem aufbauen und weiterentwickeln.

Am Tag nach der Nominierungsversammlung des Bad Wiesseer Grünen-Ortsverbandes stellte sich deren frisch gekürter Bürgermeisterkandidat Johannes von Miller (57) im Boarhof vor. Dabei machte er deutlich, dass aus seiner Sicht die bisherige Arbeit des Gemeinderates nicht schlecht war und eine gute Basis für die Zukunft gelegt ist. Allerdings sollte nun auch wieder verstärkt auf die Bedürfnisse der Einheimischen geachtet werden.

Die Nominierung von Millers fiel einstimmig. Vielleicht auch deshalb, weil er durch sein Engagement in der Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal (SGT) kein Unbekannter ist. „Politisch aktiv bin ich schon viele Jahre. Bisher habe ich aber eher im Hintergrund agiert“, sagte von Miller, der mit seiner Frau und zwei Söhnen (14 und 18) in vierter Generation in Bad Wiessee lebt. Jetzt sieht es der gelernte Restaurator aber an der Zeit, Verantwortung für seine Heimat in der ersten Reihe zu übernehmen. „Ich möchte hier alt werden können. Genau so müssen aber auch die jungen Leute hier gut leben können.“

Die Voraussetzung dafür sieht von Miller nicht schlecht: „Auf dem, was der Gemeinderat in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht hat, lässt sich hervorragend aufbauen. Es ist auch nicht so, dass keine Bürgerbeteiligung stattgefunden hat. Vieles wurde einfach nur schlecht verkauft. Das würde ich gerne ändern und die Bürgerbeteiligung stärker in den Fokus rücken.“

Neben der Fertigstellung des neuen Badehauses und der Hotelprojekte müsse nach von Millers Meinung auch wieder ein verstärktes Augenmerk auf die Steigerung der Lebensqualität für die Einheimischen gerichtet werden. Dazu nannte er als Stichwort unter anderem den Badepark, die Spielarena und bezahlbaren Wohnraum. „Wir brauchen auch wieder, ganz einfach gesagt, mehr schöne Plätze für alte und junge Menschen. Bad Wiessee muss in seiner Gesamtheit für Bürger und Gäste lebenswert und attraktiv sein“, meinte von Miller.

Als weitere zentrale Themen nannte er die Belebung des Geschäftslebens in der Ortsmitte, sichere Fahrrad- und Gehwege, die Regulierung ausufernder Bautätigkeit und die Aufstellung von Kindergarten, Hort und Grundschule. Bei allen Aufgaben und Herausforderungen sollen die Aspekte der Umweltverträglichkeit und des Klimawandels maßgebend sein.

Auch den verantwortungsvollen Umgang mit kommunalen Geldern und die Förderung von innovativer Wirtschaftskraft hat sich der Grünen-Kandidat auf die Fahnen geschrieben. Wichtig sei es nach von Millers Worten auch, talweit zu denken und zu handeln.

„Ich stehe für miteinander reden und gestalten, das gilt für das ganze Tal, aber ganz besonders natürlich für den Gemeinderat. Schließlich sollen wir alle hier gut leben können“, meinte von Miller auch mit einem Seitenblick auf den Gemeinderat, in dem in der Vergangenheit des Öfteren Grabenkämpfe ausgetragen wurden. „Sowohl die finanzielle Situation als auch die Grundlagen für Wiessees Zukunft sind gut. Wir müssen jetzt mit Mut vorangehen, und dafür werde ich um jede Stimme kämpfen“, kündigte von Miller an. hac

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Coronavirus im Landkreis Miesbach: Scharfe Kritik an neuem Lockdown
Coronavirus im Landkreis Miesbach: Scharfe Kritik an neuem Lockdown
Fahrzeugsegnung bei der Feuerwehr Wörnsmühl
Fahrzeugsegnung bei der Feuerwehr Wörnsmühl
Mit vielen Ideen und Erfahrung! Standortförderin Koppa will „Dinge in die Hand nehmen und umsetzen“
Mit vielen Ideen und Erfahrung! Standortförderin Koppa will „Dinge in die Hand nehmen und umsetzen“
Musikschule Schlierach-Leitzachtal hofft auf größere Unterstützung der Gemeinden
Musikschule Schlierach-Leitzachtal hofft auf größere Unterstützung der Gemeinden

Kommentare