Kommunalwahl 2020

Bürgerliste Bad Wiessee hat gute Vorsätze für 2020+6

Sie und zwei weitere Kandidaten treten für die Bürgerliste Bad Wiessee an: (v.l.) Kailash Ch. Sharma, Rolf Neresheimer, Katharina Rager und David Reichenbach.
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Sie und zwei weitere Kandidaten treten für die Bürgerliste Bad Wiessee an: (v.l.) Kailash Ch. Sharma, Rolf Neresheimer, Katharina Rager und David Reichenbach.

Bad Wiessee – Mit guten Vorsätzen für die Zeit 2020+6 stellt sich die Bürgerliste Bad Wiessee für die Kommunalwahl 2020 auf und formuliert klare Ziele.

Der Einladung von Rolf Neresheimer (56), Gemeinderat der amtierenden ranBW-Bürgerliste, folgte jüngst eine kleine Schar von Menschen, die gemeinsam die Bürgerliste Bad Wiessee für die Kommunalwahl am 15. März legitimierte. Schon vor dem Treffen hatten sich drei Kandidaten gefunden, die die BBW – wie der Nachfolger der ranBW heißen wird – unterstützen. Am Abend selbst sind weitere zwei langjährige Mitbürger für die BBW an den Start gegangen. Sie hätten sich sehr über die Möglichkeit der aktiven Teilhabe gefreut und seien interessiert, auch Verantwortung zu übernehmen – ohne Parteibuch oder Gesinnungs-Tüv, wie die Gruppe mitteilt.

Katharina Rager (49) auf Listenplatz 3 und Kailash Ch. Sharma (79) auf Listenplatz 2 wollen mitreden – mit Herz und Verstand, heißt es in einer Mitteilung der BBW. Sie haben sich in engagierten Vorträgen vorgestellt. Die Anliegen der Senioren liegen Kailash Ch. Sharma besonders am Herzen. Katharina Rager ist im polnischen Oberschlesien aufgewachsen, hat zwei erwachsene Söhne und wohnt seit 27 Jahren in Bad Wiessee. Zusammen mit ihrem Mann hat sie viele Jahre das katholische Pfarrheim Josefsheim betreut. In Kindergarten- und Grundschulzeiten war sie im Elternbeirat aktiv. Sie ist im Personalwesen als Referentin tätig.

Im Anschluss hat David Reichenbach (30) auf Listenplatz 4 sich und Patrick Parusel (30) auf Listenplatz 5 vorgestellt. Hier sei es gelungen, die junge Generation der parteifreien Wiesseer für die BBW zu gewinnen. Reichenbach ist bei einem bekannten Streamingdienst-Anbieter als Nutzer-Designforscher beschäftigt. Parusel arbeitet als Anlagenmechaniker bei einem bekannten Heizungs- und Sanitärinstallateur. Auf Listenplatz 6 ist Diana Reichenbach als staatlich geprüfte Kinderpflegerin. Sie wurde von Rolf Neresheimer vorgestellt, da sie an dem Abend nicht teilnehmen konnte.

Allen Kandidaten sei es ein besonderes Anliegen, dass Sozialwohnungen erhalten und angeboten werden. Die Transparenz der Handlungen und Entscheidungen des Bürgermeisters und der Verwaltung sei auch noch sehr zu verbessern. Jeder für sich könne, wolle und solle mit seinen Möglichkeiten etwas bewirken.

Vor der Nominierung der Kandidaten hat der Energie- und Klimaschutzbeauftragte sowie Gemeinderat Rolf Neresheimer die interessierten Teilnehmer in einem Vortrag eingeladen „über die Kirchturmspitze hinaus zu schauen und den Horizont unserer Handlungen und unserer Verantwortung zu erweitern“. Thema: Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen angewandt auf Bad Wiessee.

Vier von 17 Zielen wurden auf Gestaltungsmöglichkeiten in Bad Wiessee beleuchtet:

  • In Ziel 11 geht es zum Beispiel darum, Städte und Siedlungen inklusiver, sicherer, widerstandsfähiger und nachhaltiger zu gestalten. In Bad Wiessee bedeutet das konkret, Teilhabe zu verbessern sowie Sicherheit, Belastbarkeit und Nachhaltigkeit des Gemeindewesens. „Hier steht an erster Stelle der notwendige Neubau eines Kindergartens und zeitgemäßen Betreuungsangebots für Krippe und Hort. Aber die Liste ist lang…“, lautet das Fazit von Neresheimer.
  • Ziel 7 befasst sich mit dem sicheren Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle. „Hunderte von veralteten Einzelbrennstellen und Ölheizungen halten Bad Wiessee warm“, erklärt der 56-Jährige. „Es wäre Chance und Aufgabe für die nächsten Jahre, die Nahwärme- und Energie-Infrastruktur Bad Wiessees nochmals intensiv auf den Prüfstand zu stellen.“
  • Mit Ziel 16 sollen mehr Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen geschaffen werden. Gerechte, friedliebende, integrative Gemeinschaften sollen gefördert werden. Zusammenarbeit, Begleitung und leitende Funktion des Gemeinderats durch und mit dem Bürgermeister sollen verbessert und die Verwaltung effizienter werden. Dies führe zu einer starken Institution. Zudem soll der Gemeinderat auf 20 Mitglieder verstärkt werden – bei gleichzeitigem Ausscheiden einiger Veteranen. So habe der Rat die Chance zu einem integrativen Neuanfang. „Es geht hier aber auch um die Situation in Verwaltung, Rettungsdiensten, Vereinen und der Dorfgemeinschaft“, erklärt Neresheimer. Um Wertschätzung und Zusammenhalt.
  • In Ziel 17 geht es um Ausbau und Nutzung globaler Zusammenarbeit und Partnerschaft für nachhaltige Entwicklungen. „Hier könnte der Ausbau der nationalen und internationalen Zusammenarbeit sowie die Vernetzung mit Investoren, Hochschulen, Gesundheitsstandorten und Einbindung anderer Interessenvereinigungen im Fokus stehen. ksl

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