Lichtblick in Bad Wiessee

Nach der Kündigung: So soll es mit der Spielarena weitergehen

Einstimmig hat der Wiesseer Gemeinderat beschlossen, Gespräche für einen neuen Pachtvertrag mit der Spielarena aufzunehmen.
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Einstimmig hat der Wiesseer Gemeinderat beschlossen, Gespräche für einen neuen Pachtvertrag mit der Spielarena aufzunehmen.

Bad Wiessee – Nach der überraschenden Kündigung gibt es einen Lichtblick für die Spielarena in Bad Wiessee. Es wird über einen neuen Pachtvertrag verhandelt.

Für einigen Unmut im Gemeinderat sorgte die von Bad Wiessees Ex-Bürgermeister Peter Höß angeordnete Kündigung mit Spielarena-Betreiber Josef Niedermayer zum September 2021. Auf Antrag der CSU-Fraktion beschäftigte sich der Gemeinderat nun in seiner jüngsten Sitzung erneut mit dem Thema. Heraus kam eine für alle Seiten tragbare Kompromisslösung, die das Gremium im Postsaal einstimmig absegnete.

Wie die Verwaltung mitteilte, haben sowohl Höß als auch Niedermayer gegenüber Bürgermeister Robert Kühn bekräftigt, dass der bestehende Vertrag nicht die Qualität besaß, um diesen zu verlängern. Grund dafür sei, dass Rechte und Pflichten nicht ausreichend definiert seien. Fraktionsübergreifend herrschte jedoch Einigkeit darüber, dass es sich bei der Spielarena um ein Alleinstellungsmerkmal handele, welches sowohl für die einheimischen Familien, als auch für Familien eines größeren Einzugsbereichs eine tatsächliche Bereicherung darstelle. Der Appell den Florian Sareiter (CSU) an seine Ratskollegen richtete, war dann auch eindringlich. Zwar hießen die Sareiters Argumentation gut, allerdings nicht in allen Punkten.

Knackpunkt war die von der CSU vorgeschlagene Pachtverlängerung von fünf bis acht Jahren. So erinnerte Bernd Kuntze-Fechner (SPD) daran, dass bei Vertragsschließung im Jahr 2009 klar war, dass die Gemeinde das Grundstück irgendwann selbst benötigen wird: „Natürlich ist die Spielarena eine wichtige Einrichtung. Gespräche ja, aber auf eine Vertragslaufzeit will ich mich heute noch nicht festlegen.“ Ähnlichen Zuspruch gab es von den Grünen. So stellte Johannes von Miller fest, dass das Gebäude nicht sanierbar ist, aber die Spielarena unbedingt am Ort bleiben soll: „Wir sollten mit Augenmaß eine vernünftige Lösung suchen, um den Erhalt in Bad Wiessee zu sichern. Eine Verlängerung um ein paar Jahre tut uns da jetzt nicht weh.“

Schließlich wurde einstimmig beschlossen, dass Bürgermeister Kühn mit Niedermayer ein Gespräch über die Zukunft der Spielarena führen soll. Außerdem wird seitens der Verwaltung ein rechtssicherer Entwurf über die Verlängerung des Pachtvertrages erarbeitet. Dieser soll dem Gemeinderat möglichst in der Juli-Sitzung vorliegen und als Eckpunkte eine angemessene Vertragsdauer und einen der Bedeutung dieser Einrichtung angemessenen Pachtzins enthalten. Des Weiteren wird der vor über einem Jahr gestellte CSU-Antrag auf Kostenberechnung einer Fassadenneugestaltung, der laut Geschäftsleiter Hilmar Danzinger aber der Verwaltung nie erteilt wurde, aufgehoben und stattdessen bei der Pachtzinsgestaltung berücksichtigt. Sollte der Vertrag beiderseitige Zustimmung finden, soll der neue Vertrag bis spätestens 10. September geschlossen sein.

Etwas unter ging in der Diskussion während der Sitzung der Einwand, den Karl Schönbauer (Grüne) vorbrachte. In Anbetracht des Areals südlich des Badeparks und im Speziellen der brach liegenden SME-Baustelle verlangte er: „Es wäre an der Zeit, dass endlich einmal SME-Chef Florian Kamelger Rede und Antwort steht.“ hac

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