30 Jahre Stiftung

Wie der Erstbesteiger des Mount Everest in Bad Wiessee in Erinnerung bleibt

Buttertee im Zelt nach der Grundsteinlegung für das neue Kloster in Tengboche: Der Lama des Klosters (r.) mit dem Ortsvorsteher aus Khumbu (l.) sowie Edmund Hillary (2.v.r.) und zwei Vorstandsmitgliedern der Hillary-Stiftung Kanada.
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Buttertee im Zelt nach der Grundsteinlegung für das neue Kloster in Tengboche: Der Lama des Klosters (r.) mit dem Ortsvorsteher aus Khumbu (l.) sowie Edmund Hillary (2.v.r.) und zwei Vorstandsmitgliedern der Hillary-Stiftung Kanada.

Bad Wiessee – Seit 30 Jahren gibt es die Sir-Edmund-Hillary-Stiftung Deutschland mit Sitz in Bad Wiessee. Doch groß gefeiert wird das Jubiläum wegen der Corona-Krise zunächst nicht.

"Vor genau 30 Jahren entstand dieses Foto direkt nach der Grundsteinlegung für das buddhistische Kloster Teng­boche auf 3.867 Metern Höhe“, erklärt Ingrid Versen. Bei ihrem ersten Besuch in Nepal im Mai 1990 durfte die Wiesseerin den großen Moment miterleben, um darüber in Europa zu berichten.

Nachdem das berühmte Kloster am 19. Januar 1989 durch einen Brand bis auf die Grundmauern zerstört wurde, hatte der Neuseeländer Sir Edmund Hillary in der ganzen Welt Spenden für den Wiederaufbau gesammelt. Zu dem außergewöhnlichen Festakt hatten die Sherpas eigens ein Festzelt errichtet, in dem zur Feier des Tages nepalesischer Buttertee angeboten wurde. „Immer nur Nippen, nie trinken, denn der Alkohol kann in dieser Höhe gefährlich werden, weil die Sherpas auch immer wieder nachschenken“, hatte der Everest-Erstbesteiger Ingrid Versen zuvor gewarnt. Die Warnung war hilfreich.

Nach der Wiedereröffnung des aufgebauten Klosters samt Mönchsklausen im Mai 1993: (v.r.) Herbert Fischhaber, Ingrid Versen und Anton Kathan.

Nach der Rückkehr aus Nepal gründete Ingrid Versen in Bad Wiessee die Hillary-Stiftung Deutschland, um dem Erstbesteiger des Mount Everest bei seiner privaten Hilfsaktion für die rund 140.000 Sherpas, die am Fuße des höchsten Berges der Erde leben, zu unterstützen. Zu den Gründungsmitgliedern gehörte auch der damalige Wiesseer Bürgermeister Herbert Fischhaber sowie der Gemeinderatskollege Anton Kathan. Keine Frage war, dass Ingrid Versen den Ratskollegen das stattliche neue Kloster, eingebettet in die atemberaubende Berglandschaft des Himalaya, nach der Wiedereröffnung zeigen wollte. Im Mai 1993 war es dann soweit: Das Trio besuchte mehrere Projekte der Hillary-Stiftung und bestieg dann als sportlicher Höhepunkt der dreiwöchigen Tour den 5.650 Meter hohen Kala-Pattar mit Blick auf den Mount Everest, den Nuptse und den Ama Dablam.

„Da wir derzeit wegen der Corona-Krise unsere Jubiläumsfeier bis auf Weiteres nicht abhalten können, haben wir ein 25-minütiges Video auf die Startseite unserer Homepage eingestellt, das die sinnvolle und sinnstiftende Arbeit der Hillary-Stiftung dokumentiert“, erklärt Ingrid Versen. Bereits 1960 hatte Edmund Hillary in Neuseeland den Himalayan-Trust gegründet und 1961 die erste Schule aus Wellblech für die Sherpas gebaut. Das Video zeigt eindrucksvoll die langjährige Entwicklung der Lebenshilfe für die Sherpas. Abzurufen unter www.hillary-stiftung.de. mm

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