Sitzung des Kur- und Verkehrsvereins

Vermieterstammtisch zeigt, wo der Schuh drückt in Bad Wiessee

An der Spitze: (v.l.) Vize-Vorsitzende Steffi Erlacher, Schriftführerin Maria Strillinger und Vorstand Daniel Strillinger.
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An der Spitze: (v.l.) Vize-Vorsitzende Steffi Erlacher, Schriftführerin Maria Strillinger und Vorstand Daniel Strillinger.

Bad Wiessee – Beim Vermieterstammtisch des Wiesseer Kur- und Verkehrsvereins haben sich jüngst Defizite in der Gemeinde gezeigt.

Bestens besucht war der erste Vermieterstammtisch des Wiesseer Kur- und Verkehrsvereins im neuen Jahr unter Leitung von Daniel Strillinger, der jüngst die Nachfolge von Bernhard Kaiser antrat.

Ein dickes Lob gab es zu Beginn der rund dreistündigen Runde an TTT-Chef Christian Kausch für die Unterstützung bei der neuen, modern und eindrucksvoll gestalteten Homepage des 75 Mitglieder zählenden Traditionsvereins. Wie schon in der Jahresversammlung angesprochen, wurde vom neuen Vorstand inzwischen eine Umfrage bei 200 Ortsvermietern gestartet, an der sich 24 Gastgeber beteiligten. Nun konnten die neun Fragen bereits ausgewertet werden:

  • „Es ist völlig ausreichend, wenn für die Einhaltung von Tempo 50 auf der Bundesstraße gesorgt wird“, war die Meinung von rund 60 Prozent der Befragten, die dort eine Tempo-30-Zone ablehnten.
  • Unterschiedlich waren die Meinungen zur Frage, was in Bad Wiessee verändert werden müsste, um eine fahrradfreundliche Gemeinde zu sein. Der Bogen spannte sich von „Das Tegernseer Tal eignet sich nicht als Fahrradgemeinde“, über „besser ausgewiesene Radwege mit guter Beschilderung abseits der Bundesstraße“ bis zur „klaren Trennung von Radfahrern und Fußgängern“.
  • Einig waren sich die Vermieter, dass Bad Wiessee die einzige Gemeinde im Tegernseer Tal ist, die Fahrradfahrer von Kreuth kommend durchradeln können, ohne bis zur Spielbank die Hauptstraße benutzen zu müssen. Ausnahme sind lediglich die 80 Meter in Altwiessee, wo das Rad geschoben werden muss.
  • Knapp 64 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus, den Blumenschmuck-Wettbewerb nach jahrelanger Pause wieder aufleben zu lassen. Diesen gab es bereits in den 1950er Jahren.
  • Etwa 55 Prozent der Vermieter wünschen sich den Christkindlmarkt entlang der Seepromenade.
  • Einen Erste-Hilfe-Kurs speziell für Vermieter wünschen sich etwas mehr als 68 Prozent. Dieser soll bald beim BRK organisiert werden.

Ein Gesprächsthema an diesem Vermieterabend war das neue Jod-Schwefelbad, wofür man sich bereits seit einiger Zeit nachhaltige Werbung in und rund um Berlin gewünscht habe, statt sich nur auf München und Umgebung zu beschränken. Schließlich wolle man Übernachtungsgäste nach Bad Wiessee holen. Erst in der nächsten Woche sollen offiziell die Anwendungspreise für das neue Bad bekannt gegeben werden.

Wütend waren viele Vermieter darüber, dass die erst vor wenigen Jahren korrigierte Lärmschutzverordnung in Bad Wiessee nicht eingehalten werde, vor allem bei den derzeit laufenden Großbaustellen. Einige der Gastgeber beschrieben unhaltbare Situationen, die seitens der Gemeinde schnell abgestellt werden müssten, um Gäste nicht zu verlieren. Angesprochen wurden dabei auch Steuererleichterungen für besonders betroffene Betriebe. iv

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