Bahnübergang: Regierung von Oberbayern leitet Planfeststellungsverfahren ein

Erfolgt die Verlegung 2016?

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Bis der Zug kommt, brauchen Autofahrer am Haushamer Bahnübergang Geduld. 2016 könnte das lange Warten ein Ende haben.

Hausham – Das Warten am Haushamer Bahnhof hat meistens nach zehn Minuten ein Ende. Das Warten darauf, dass sich die Situation noch einmal ändert, scheint mittlerweile endlos. Doch eine Lösung rückt näher.

Trotz einiger vielversprechender Meldungen glauben viele schon nicht mehr daran, doch nun ist die Verlegung des Bahnübergangs nach Süden absehbar. Die Regierung von Oberbayern hat das Planfeststellungsverfahren eingeleitet. „Wir haben zum ersten Mal was Konkretes in der Hand“, zeigt sich auch Haushams Bürgermeister Jens Zangenfeind zuversichtlich, dass die Geduldsproben an der Schranke doch ein Ende haben. Die fallen so üppig aus, weil Züge in Schliersee und Miesbach nur abfahren dürfen, wenn die von Hand betätigten Schranken in Hausham geschlossen sind. So soll gewährleistet sein, dass kein Zug mehr bei offenen Schranken druchrauscht. Mindesten zehn Mal war das passiert. Danach hatte es verschiedene Überlegungen und Vorschläge gegeben. Doch die scheiterten alle. So war die Troglösung mit tiefergelgeten Schienen und einer darüber verlaufenden Straße zu teuer. Mit den Schranken gekoppelte Ampelanlagen erwiesen sich aufgrund der komplizierten Verkehrssituation mit vielen einmündenden Straßen ebenfalls als wenig sinnvoll. Die jüngst ins Auge gefasste Variable mit einer Verlegung des Bahnübergangs um rund 70 Meter nach Norden würde das entzerren. Anstatt der von Hand betriebenen Schranken soll dann eine automatisch gesteuerte Anlage für Sicherheit sorgen. Und Abbiegespuren auf der Industrie- und der Miesbacher Straße würden gewährleisten, dass sich der Verkehr nicht staut. Die benötigten Grundstücke hat sich die Gemeinde bereits gesichert. Mit den aktuellen Planungen zeigten sich die beteiligten Behörden einverstanden und nun rückt die Realisierung näher. Das Planfeststellungsverfahren ist der nächste Schritt. Hier haben sowohl Behörden und so genannte Träger öffentlicher Belagen als auch privat Betroffene die Möglichkeit, Stellung zu nehmen und Einwendungen erheben. Die Planunterlagen werden nach den Sommerferien einen Monat in der Gemeinde öffentlich ausgelegt. In der Regel dauert ein solches Planfeststellungsverfahren ein Jahr. Läuft alles glatt, könnten im Herbst oder dann im Winter 2015/2016 die Arbeiten ausgeschrieben werden und im Frühjahr darauf die Arbeiten beginnen. Da verschiedene Lösungen scheiterten und sich Planungen immer wieder verzögerten, ist Bürgermeister Zangenfeind vorsichtig mit Prognosen. Doch diesmal, sagt er, „bin ich optimistisch, dass es wirklich 2016 durchgeführt wird“.    ft

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