Vielfältige Klosterschätze

Weyarner Ortschronik zeigt Kostbarkeiten des Augustiner-Chorherrenstifts

Bei einem Pressetermin stellten kürzlich (v.l.) der Fördervereinsvorsitzende Josef Hatzl, Bürgermeister Leonhard Wöhr, Mitmachamt-Chefin Katja Klee, Sixtus Lampl und der zweite Vorsitzende des Vereins, Albert Loeffler, den ab sofort erhältlichen achten Band der Weyarner Ortschronik vor.
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Bei einem Pressetermin stellten kürzlich (v.l.) der Fördervereinsvorsitzende Josef Hatzl, Bürgermeister Leonhard Wöhr, Mitmachamt-Chefin Katja Klee, Sixtus Lampl und der zweite Vorsitzende des Vereins, Albert Loeffler, den ab sofort erhältlichen achten Band der Weyarner Ortschronik vor.

Weyarn – Band VIII der Weyarner Ortschronik beschäftigt sich mit Kostbarkeiten des Augustiner-Chorherrenstifts und vielfältigen Klosterschätzen.

Der vor Kurzem vorgestellte neue Chronikband der Gemeinde Weyarn erzählt in sechs Beiträgen die Geschichte des Augustiner-Chorherrenstifts im Zeitraum von der Klostergründung 1133 bis zum bitteren Ende durch die Säkularisation im Jahr 1803. Ein Kapitel widmet sich unter anderem dem im 18. Jahrhundert entstandenen reichen Musikleben, wodurch im Kloster zahlreiche außergewöhnliche kirchliche und weltliche Musikwerke entstanden sind. Für die Chronik hat Sixtus Lampl, Initiator und Leiter des Orgelmuseums Valley, diese Werke nicht nur beschrieben, sondern Höhepunkte daraus auch eingespielt und auf CD gepresst dem Buch beigelegt.

Der neue, unter Regie des Fördervereins Kultur und Geschichte in Weyarn entstandene Ortschronik-Band taucht auf 206 Seiten in die spannende, fast 700 Jahre währende Geschichte des Klosters ein. Kurzweilig werden die Aktivitäten der Chorherren als Seelsorger, Professoren für den geistlichen Nachwuchs, Lehrer für die einheimische Jugend, Autoren, Komponisten und Musiker und nicht zuletzt Verwalter dargestellt.

Den Band „Klosterschätze – Literarische und musikalische Kostbarkeiten aus dem Augustiner-Chorherrenstift Weyarn“ gibt es zum Preis von 34,95 Euro über den Förderverein Kultur und Geschichte in Weyarn, die örtlichen Verkaufsstellen in Weyarn sowie die Buchhandlungen in der Region.

Sie alle haben zahlreiche, teilweise bis heute sichtbare Spuren hinterlassen. Ihr Denken und Wirken ist aber auch in schriftlichen Quellen überliefert, die bis zur Säkularisation im April 1803 in der Klosterbibliothek des Augustiner-Chorherrenstifts aufbewahrt wurden. Für den nun vorliegenden Band wurden einzelne Bücher aus diesem Bestand ausgewählt und wichtige Abschnitte der Klostergeschichte von namhaften Autoren niedergeschrieben. So beschreibt neben dem Kapitel zur Entwicklung der Musik ein Abschnitt das klösterliche Schulwesen und die Entwicklung der Bibliothek. Auch eine Erläuterung zum Codex Falkensteinensis von Siboto IV., der auf die Gründerzeit des Klosters im zwölften Jahrhundert zurückgeht, fehlt nicht.

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts befasste sich der Weyarner Propst Georg II. Rotschmid mit der Geschichte des Klosters und hat einen Teil dazu sogar in Reimen verfasst. Eine enorm positive wirtschaftliche Entwicklung und eine deutliche Erweiterung des Konvents erfuhr das Kloster unter der Führung von Propst Valentin Steyrer im 17. Jahrhundert. Die von ihm veranlassten Bauten, Zukäufe und Verträge legte er in einem Bau- und Skizzenbuch nieder, das heute im Archiv des erzbischöflichen Ordinariats liegt.

Das Ende des Klosterlebens durch die Säkularisation hat der Chorherr Laurentius Justinianus Ott in seinen Tagebuchaufzeichnungen festgehalten. Zutiefst verstört und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen erzählt er von der Härte der kurfürstlichen Kommissare bei der Klosterauflösung und dem Abtransport von Wertgegenständen, Büchern und Schriften aus der Klosterbibliothek.

Für die Leser der neuen Chronik dürften sich jedenfalls zum Teil völlig neue Sichtweisen auf die historischen Gebäude und Denkmäler Weyarns eröffnen. Weitere Infos gibt es onlinehac

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