Erlebnisreiche Aktionswoche mit Auftakt beim Oeder in Gmund

Bauernhof als Lernort

+
Gespannt aufs „Erlebnis Bauernhof“: Die Klasse 4c aus Gmund war beim Auftakt der Aktionswoche am Oeder Hof „hautnah“ dabei. Unter anderem überzeugten sich auch Landrat Wolfgang Rzehak (hinten l.) und Bürgermeister Alfons Besel (hinten 2.v.l.) von dem interaktiven Lernprogramm.

Gmund/Landkreis – Warum ist Milch weiß, obwohl Kühe grünes Gras fressen? Und wie viele Liter Milch gibt eine Kuh am Tag eigentlich? Antworten auf diese Fragen und noch viele mehr bekamen die Schüler der Klasse 4c der Grundschule Gmund auf dem Bauernhof der Familie Zehendmaier am Oedberg aus erster Hand, mitten im Stall. Doch nicht nur der Oeder Hof lud fünf Tage zur Aktionswoche „Sommer.Erlebnis.Bauernhof“ ein.

Auf neun Höfen, verteilt über den ganzen Landkreis, konnten Schüler an der kostenlosen Aktionswoche vom 24. bis 28. Juni teilnehmen und Landwirtschaft mit allen Sinnen erfahren. Alle Erlebnis-pädagogischen Lernprogramme, die das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Holzkirchen (AELF) in Zusammenarbeit mit den registrierten Betrieben anbietet, sind darüber hinaus ganzjährig buchbar.

Ziel der Aktionswoche und der Lernprogramme ist es, Schüler der zweiten bis vierten Jahrgangsstufe der Grundschule, aller Jahrgangsstufen der Förderschule und Deutschklassen mit ihren Eltern und Lehrkräften für das Thema Landwirtschaft zu sensibilisieren. Aus erster Hand und nächster Nähe lernen die Schulkinder dabei, wo unsere Nahrungsmittel herkommen und wie sie entstehen. Ein interaktiver Heimat- und Sachkundeunterricht also, der die Wertschätzung für Lebensmittel und den Respekt vor den Leistungen der Landwirtschaft für die Gesellschaft verbessern soll. Ein bedeutender Punkt auch für Kreisbäuerin Marlene Hupfauer, die beim Auftakt der Aktionswoche auf dem idyllisch gelegenen Oeder Hof dabei war: „Viele Kinder wissen nicht, dass hinter unseren Lebensmitteln Natur steht, Menschen, Tiere, und wie viel Energie hier reingesteckt wird.“ Das Thema Biodiversität, das derzeit in aller Munde ist, sei in den Lernprogrammen sowieso Alltag, erklärte Maria Holzer vom AELF, die sich nicht zuletzt Unterstützung von den anwesenden Gästen als „Multiplikatoren“ erhoffte – zur Vorstellung der Aktion gekommen waren außerdem Landrat Wolfgang Rzehak, Gmunds Bürgermeister Alfons Besel und Schulleiterin Gudrun Klotzsche. Die „Naturkäserei TegernseerLand“, die auch vom Oeder Hof mit Bio-Heumilch beliefert wird, sorgte fürs Frühstück zur Präsentation und für die Brotzeit der Kinder nach der Hofführung.

Gebucht werden können unter anderem die Programme „Leben und arbeiten auf dem Bauernhof“, „Vom Korn zum Brot“, „Von der Milch zur Butter“ und „Vom Gras zur Milch“. Letzteres absolvierten die Viertklässler aus Gmund am Montag vergangener Woche. Gastgeberin Manuela Zehendmaier nahm die Schüler kurzerhand mit in den Kuhstall und erklärte zwischen duftenden Heuhaufen und kauenden Kühen überaus routiniert und kindgerecht, warum Kühe überhaupt Milch geben und wieso sie dazu fünf Mägen brauchen und vieles mehr. Dass die „Hauptakteurinnen“ nebenher auch den ein oder anderen Fladen fallen ließen, nahmen die Kinder recht gelassen hin. Das gehört nun einmal auch zum authentischen Bauernhoferlebnis dazu… Um den Odel wegzuputzen, darum kümmert sich beim Oeder übrigens ein Roboter – auch eines von vielen interessanten technischen Details, die auf die Kinder warten. Neben Gmund (Öd) befinden sich die registrierten Betriebe im Landkreis Miesbach in Sufferloh, Otterfing, Wall, Miesbach, Irschenberg, Fischbachau und Holzkirchen. Mehr Infos rund um die verschiedenen Programme gibt‘s hier. sko

Auch interessant

Meistgelesen

Anspruchsvolle Manöver: Retter trainieren am Sudelfeld Einsätze aus der Luft
Anspruchsvolle Manöver: Retter trainieren am Sudelfeld Einsätze aus der Luft
Verlosung: Karten fürs Meisterkonzert
Verlosung: Karten fürs Meisterkonzert
Miesbachs Bibliotheksleiterin wechselt nach München
Miesbachs Bibliotheksleiterin wechselt nach München
Er will Bürgermeister in Fischbachau werden
Er will Bürgermeister in Fischbachau werden

Kommentare