Baugebiet zwischen Tölzer und Baumgartenstraße

200 neue Wohnungen in Holzkirchen

+
Auf der noch freien Fläche zwischen Tölzer Straße und Baumgartenstraße in Holzkirchen sollen 200 Wohnungen entstehen.

Holzkirchen – Der Markt nimmt die Wohnungsnot in Angriff. Auf einer der letzten großen unbebauten Fläche Holzkirchens soll eine kompakte Bebauung mit 200 Wohnungen entstehen.

Um möglichst vielfältige Ideen und Konzepte zu erhalten, wird es einen Architektenwettbewerb geben. Der Auslobungstext dazu wurde jüngst im Gemeinderat diskutiert. Das 3,5 Hektar große Areal liegt zwischen der Tölzer Straße und der Baumgartenstraße. Die Flächen gehören teils der Gemeinde, teils anderen Eigentümern. Aufgrund der unterschiedlichen Nutzungen, ergeben sich zwei Realisierungsabschnitte. Während der erste kurz- bis mittelfristig umgesetzt werden soll, wird bei dem Richtung Ortszentrum gelegenen Abschnitt zwei mit einer langfristigen Realisierung gerechnet, da diese Restfläche noch landwirtschaftlich genutzt wird. Der städtebauliche und landschaftsplanerische Realisierungswettbewerb wird unter zehn Teilnehmern ausgetragen. Bis Ende Mai müssen sie ihre Konzepte einreichen, der Gewinner erhält ein Preisgeld, welches auf das Honorar angerechnet wird. Für die Gemeinde dient das Ergebnis als Grundlage für die anschließende Bauleitplanung. Das Büro Hummel und Kraus, das den Wettbewerb betreut, stellte die Inhalte der Ausschreibung vor. Ziel des Wettbewerbs ist es, ein zukunftsweisendes, qualitätsvolles Wohnquartier zu erstellen, das ein generationsübergreifendes Zusammenleben ermöglicht. Die Fläche soll kompakt und flächensparend bebaut werden, Spielplätze und Grünflächen vorsehen und Wohn- und Lebensqualität bieten sowie das soziale Miteinander fördern. Um wirklich etwas gegen die Wohnungsnot zu tun, ist überwiegend Geschosswohnungsbau mit maximal fünf Etagen vorgesehen, lediglich im Übergangsbereich zur Bestandsbebauung können vereinzelt Reihen- und Doppelhäuser entstehen. Ein Einzelhandel ist mit einer Verkaufsfläche von höchstens 800 Quadratmetern ebenso zu integrieren wie eine Kita. Beide sollen in Wohngebäude integriert sein und nicht isoliert stehen. Die Autos sollen allesamt in Tiefgaragen verstaut werden, ein möglichst autoarmes Wohngebiet wird angestrebt. Die Erschließung ist über die Tölzer Straße angedacht. Hans Putzer (SPD) lehnt das Projekt ab, da für ihn die Grunderwerbskosten zu hoch waren und er die Erschließung über die Tölzer Straße äußerst prekär sieht. Das bereitet auch Hubert Müller (FWG) Bauchschmerzen, da die stauanfällige Tölzer Straße damit noch stauanfälliger wird. Ulrike Dasch (SPD) stößt autoarm sauer auf, sie will autofrei. Außerdem plädierte sie für nur eine Tiefgarage pro Realisierungsabschnitt. In der Abstimmung flossen die Forderungen von Dasch ein, wurden jedoch bis auf die Anzahl der Tiefgaragen mehrheitlich abgelehnt. Damit ist der Startschuss für den Realisierungswettbewerb gefallen.     stg

Auch interessant

Meistgelesen

250 fesche Madln haben sich bereits beworben. Ist deine Favoritin schon dabei?
250 fesche Madln haben sich bereits beworben. Ist deine Favoritin schon dabei?
Wasser steigt weniger stark als angenommen
Wasser steigt weniger stark als angenommen
Kinderbetreuung in Miesbach: Ausschuss spricht sich deutlich für Anbau am Kloster aus
Kinderbetreuung in Miesbach: Ausschuss spricht sich deutlich für Anbau am Kloster aus
Vier Fragen an die Irschenberger Bürgermeisterkandidaten
Vier Fragen an die Irschenberger Bürgermeisterkandidaten

Kommentare