Online-Veranstaltung zum Thema

Baukultur: Gmund feilt an gebauten Lebensräumen der Zukunft

Luftbild Gmund am Tegernsee
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Was ist gut für die Gemeinde Gmund? Mit dieser Frage beschäftigte man sich jüngst im Rahmen einer Online-Veranstaltung zum Thema Baukultur.

Gmund – Gmund macht beim Leader-Projekt „Baukulturregion Alpenvorland“ mit und fragt sich, was gut für die Gemeinde ist.

„Gut für Gmund – ausi­gschaut“ – so lautete der Titel einer Online-Veranstaltung, zu der unlängst die am Nordufer des Tegernsees gelegene Gemeinde eingeladen hatte. An der digitalen Lernreise in den Landkreis Miesbach und nach Hinterstoder in Oberösterreich nahmen rund 60 Personen teil.

Im Fokus des abendlichen Programms standen Vorträge, die beleuchteten, wie Baukultur gelungene Lebensräume ermöglicht. Zum Thema „Gut gebaut im Landkreis Miesbach“ referierte Carolin Mayer-Nowak, lokale Architektin und Mitglied beim Architekturforum Miesbach. Dem Motto „Baukultur – die Gemeinde muss mit gutem Beispiel vorangehen“ widmete sich Gastredner Roland Wallner, Architekt und gebürtiger Hinterstoderer.

Was ist gut für Gmund?

„In Baukultur steckt ein Bildungsauftrag“, resümiert Gmunds Bürgermeister Alfons Besel. Für die Frage „Was ist gut für Gmund?“ habe man bei der virtuellen Veranstaltung versucht, Anregungen zu folgenden Aspekten kennen zu lernen: Wie entwickelt sich die Gesellschaft weiter? Wie verändert sich das Mobilitätsverhalten? Wie gelingt gutes Bauen mit und in der Landschaft? Wie wirken sich Materialität, Farben, Maßstab, Position und Zugänglichkeit auf ein Bauwerk und den öffentlichen Raum aus? Wie kann man einen Ort weiterbauen? Alles in allem komme es auf einen für die Menschen verträglichen Maßstab an, macht Besel deutlich.

Am Donnerstag, 29. April, ist um 19 Uhr eine digitale Zukunftswerkstatt geplant, bei der die Bürgerschaft zur Diskussion eingeladen werde. Gmunds Bürgermeister Alfons Besel – froh darüber, dass nun Dynamik in die Sache kommt – kündigt an: „Das Thema der Veranstaltung lautet ‚Ungewohnt bewohnt‘. Es geht dabei um neue Wohnformen, wie diese gelingen können und wie man die passenden Leute zusammenbringt.“

In Mayer-Nowaks Vortrag sei es darum gegangen, Lebensqualität zu schaffen. Dabei habe ganz klar im Vordergrund gestanden: Menschen prägen Räume, Räume prägen Menschen. Anhand von Beispielen zu den Bereichen Wohnen, Gewerbe, öffentliche Gebäude und Plätze hätten sich die Veranstaltungsteilnehmer einen Überblick in puncto Klarheit, Struktur, Harmonie und regionale Baustoffe verschaffen können.

Baukulturregion Alpenvorland

Besels weiteren Ausführungen folgend, habe Architekt Wallner darüber berichtet, dass sich seine oberösterreichische Heimatgemeinde seit nunmehr 30 Jahren intensiv der Baukultur widme und demnach über einen riesigen Erfahrungsschatz verfüge. Laut Gmunds Bürgermeister passe zwar die Architektursprache des Fremdenverkehrsortes Hinterstoder allein schon wegen der vielen Flachdächer nicht in die Baukulturregion Alpenvorland, insgesamt sei es aber lehrreich und empfehlenswert, mal über den Tellerrand hinaus zu blicken.

Was künftiges qualitätsvolles Bauen in Gmund angeht, so könnte die Überdachung vom Zentralen Omnibusbahnhof ein Startprojekt sein, erklärt Besel und hebt hervor: „Baukultur ist ein fester Bestandteil einer Gemeindekultur.“ Der Gmunder Rathauschef ist guter Dinge, „dass sich der Nebel lichtet, das Ganze Konturen bekommt, der Funke überspringt und wir uns qualitätsbewusst bewegen“. rei

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