Neue Wege

Bayern investiert 200 Millionen Euro für Radfahrer – auch im Landkreis

Verkehrsministerin Kerstin Schreyer sowie (l.) Klaus Korneder, Bürgermeister von Grasbrunn, und Florian Hahn (MdB) haben jüngst den Plan für den Radwegebau vorgestellt.
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Verkehrsministerin Kerstin Schreyer sowie (l.) Klaus Korneder, Bürgermeister von Grasbrunn, und Florian Hahn (MdB) haben jüngst den Plan für den Radwegebau vorgestellt.

Landkreis – Bayern nimmt Millionen in die Hand, um Radwege auszubauen und neu anzulegen. Auch der Landkreis Miesbach profitiert davon.

Der Freistaat Bayern investiert in die Infrastruktur für Radfahrer. Bis 2024 nimmt die Staatsregierung 200 Millionen Euro an Bundes- und Landesmitteln in die Hand, um voraussichtlich rund 400 Kilometer Radwege entlang von Bundes- und Staatsstraßen neu zu bauen. Darunter sind auch mehrere Projekte im Landkreis Miesbach.

„Wir wollen damit Lücken im Radwegenetz schließen und Radfahren attraktiver und sicherer machen“, erklärt Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer. „Gerade in Zeiten von Corona haben viele Menschen das Fahrrad auch im Alltag für sich entdeckt. Mit modernen und lückenlosen Radwegen wollen wir diese positive Entwicklung dauerhaft unterstützen.“

Mit dem Geld aus dem  Radwegebauprogramm 2020 bis 2024 sollen sowohl Radwege nachträglich an vorhandene Straßen angebaut als auch bei neuen Projekten direkt mit angelegt werden. Von den 200 Millionen Euro, die investiert werden, stammen 110 Millionen Euro aus dem Staatshaushalt und 90 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt.

Insgesamt ist ein Projektpool mit 200 Vorhaben an Bundesstraßen mit einer Länge von 370 Kilometern sowie 239 Vorhaben an Staatsstraßen mit einer Länge von 440 Kilometern entstanden. Allerdings werden nicht alle Vorhaben bereits in den kommenden fünf Jahren umgesetzt werden können.

„Wir nehmen bewusst mehr Projekte auf, weil wir für den Bau beispielsweise auf private Grundstücke angewiesen sind und diese nicht immer sofort erwerben können“, erklärt die Ministerin. „Wir arbeiten aber intensiv daran, dass wir alle Vorhaben so schnell wie möglich umsetzen können.“

Der Radweg zwischen Hausham und Ostin entlang der Staatsstraße 2076 muss dringend saniert werden. Dafür gibt es nun Geld vom Freistaat Bayern.

Für den Landkreis Miesbach stehen zwei Projekte an Staatsstraßen im Programm – zum einen die 4,9 Kilometer lange Strecke von Ostin nach Hausham an der St2076 für 2,7 Millionen Euro und zum anderen die 7,5 Kilometer lange Trasse von Weyarn nach Miesbach, die an der St2073 für 4,4 Millionen Euro neu gebaut werden soll.

Auch entlang der Bundesstraßen im Landkreis stehen sechs Projekte im Plan der Staatsregierung: An der B318 die Radwege Weißach–Ringsee in Kreuth und Kreuzstraße–Reitham in Warngau sowie an der B472 die Strecken zwischen der Kreisgrenze zu Bad Tölz und Waakirchen, Müller am Baum–Wachlehen in Miesbach, Kammerloher Kreisel–Waakirchen sowie Miesbach–Irschenberg. ksl

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