„Bayerns schönste Flecken“

Buch und Ausstellung zu Fleckviehzucht und Milchwirtschaft im Landkreis

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Zum neuen Buch „Bayerns schönste Flecken – Fleckviehzucht und Milchwirtschaft im Landkreis Miesbach“ findet sich auch eine begleitende Ausstellung im Kulturzentrum Waitzinger Keller in Miesbach.

Miesbach – Beim Buchtitel „Bayerns schönste Flecken“ wird so mancher erst spontan an Sehenswürdigkeiten oder beeindruckende Aussichtspunkte denken. In diesem Fall geht es jedoch um andere Flecken, nämlich die charakteristische, weiß-braune Fellzeichnung der Kühe, deren Anblick und Haltung die hiesige Landschaft seit Jahrhunderten prägt. Das neu erschienene Werk mit dem Untertitel „Fleckviehzucht und Milchwirtschaft im Landkreis Miesbach“ entstand unter der Federführung von Martin Fischhaber in Kooperation mit einem umfangreichen Autorenteam. Derzeit ist zu Buch und Thema auch eine Ausstellung im Miesbacher Kulturzentrum Waitzinger Keller zu sehen, mit vielen Informationen, historischen Ausstellungsstücken und reich bebildert, unter anderem mit Fotos von Thomas Plettenberg und Karolina Gasteiger.

„Bayerns schönste Flecken“ spannt einen historischen Bogen von Zeiten des Tegernseer Klosters bis zur heutigen Situation und zeigt die tiefe Verbundenheit der Gegend mit der Viehzucht auf: beginnend mit den Abgaben einzelner Höfe an das Kloster über die Verehrung des Heiligen Leonhard zur Einführung der Simmenthaler Rinder durch den Gmunder Max Obermayer. Auch die Oberlandhalle und der praktisch weltweit seit inzwischen 125 Jahren aktive Miesbacher Zuchtverband erhalten den ihnen gebührenden Raum.

Weitere Kapitel sind der Almwirtschaft, der landwirtschaftlichen Ausbildung, den hiesigen Vermarktungsinstitutionen der bäuerlichen Produkte wie der Naturkäserei Tegernseerland und der Wichtigkeit der Rinderzucht für die Kulturlandschaft gewidmet. Eingang finden auch die Portraits einzelner landwirtschaftlicher Betriebe, die Tierwohldiskussion und die gesicherte Qualität, die der Verbraucher bei den Erzeugnissen erhält. Somit wird ein ansehnliches, genauso aber realistisches Bild rund um bäuerliche Kultur, Rinder und deren umfassende Bedeutung aufgezeigt. Ebenfalls zu bewundern sind historische Exponate aus dem Heimatmuseum Miesbach, etwa eine römische Viehglocke aus vorchristlicher Zeit, eine eiserne Kuh, die als Votivgabe diente und formenreiche Butterstempel.

Zu besichtigen ist die Ausstellung zum Buch im Miesbacher Kulturzentrum Waitzinger Keller noch bis Mittwoch, 24. Januar, jeweils Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr und Samstag von 9 bis 13 Uhr sowie bei Veranstaltungen. Der Eintritt ist frei.

Das Buch „Bayerns schönste Flecken – Fleckviehzucht und Milchwirtschaft im Landkreis Miesbach“ ist im Buchhandel (ISBN 978-3-00-058157-1) und im Waitzinger Keller für 19,80 Euro erhältlich. Folgende Autoren lieferten Beiträge zum Werk: Roland Götz, Ewald Rosenberger, Benno Eisenburg, Balthasar Biechl, Hans Gemmer, Franz Gasteiger, Karolina Gasteiger, Martin Fischhaber, Marlene Hupfauer, Katharina Klaus, Michael Hinterstoißer, Rolf Oehler, Georg Bauer, Harald Kirch, Peter Friedrich Sieben, Hans Leo, Harald Gmeiner, Thorsten Schär und Marika Kinshofer

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