Antrag für Förderprogramm

Mit Leader-Zuschüssen möchte Bayrischzell ein neues Warmbad finanzieren

Antrag Leader-Förderung für das Warmfreibad Bayrischzell
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Wie geht es mit dem Warmfreibad in Bayrischzell weiter? Eine Leader-Förderung soll nun helfen.

Bayrischzell – Die Gemeinde Bayrischzell stellt einen Antrag auf Leader-Zuschüsse. Damit soll der Warmbad-Neubau möglich werden.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung im Pfarrheim in Bayrischzell stimmten die Mitglieder für einen Antrag zur Aufnahme ins Leader Förderprogramm. Damit geht die Hoffnung einher, so den Neubau des Schwimmbads am Seeberg finanziell möglich zu machen.

Um den Neubau des Warmfreibades am Seeberg realisieren zu können, wurde Anfang Juli bei der Regierung von Oberbayern für das Sonderförderprogramm Schwimmbad ein Antrag gestellt. Nach einigen Rückfragen erhielt die Gemeinde Ende Oktober die Antwort, dass doch erhebliche Teile der Anlage nicht förderfähig seien, da sie nicht dem eigentlichen Ziel des Sonderprogramms entsprechen.

„Das Schwimmbadförderprogramm zielt darauf ab, dass Kinder Schwimmen lernen können“, erklärte Bürgermeister Georg Kittenrainer und ergänzte: „Alles, was sich um Spaß, Erholung und Wellness dreht, wird dann konsequent rausgestrichen.“ Nach Prüfung durch die Bezirksregierung wurde klar, dass etwa die Kletterwand, der Springerbereich, die Breitrutsche, der Kinderbereich und auch Teile der Umkleiden nicht förderfähig seien. So würde sich die tatsächliche Förderung von rund 27 auf 15 Prozent der Gesamtsumme verringern.

„Dann hat sich Ernüchterung breit gemacht“, sagte Kittenrainer. Damit sei eine Umsetzung des Projekts finanziell nicht mehr machbar. „Daraufhin haben wir uns in der umfangreichen Förderlandschaft noch einmal umgeschaut und sind auf die Leader-Förderung gekommen“, berichtete er. Die Verwaltung stellte bei der zuständigen Stelle in Miesbach eine Anfrage, ob das Projekt als Entwicklung im ländlichen Raum eingestuft werden könnte.

Simon Kortus, Leader-Manager im Landkreis Miesbach, stellte dann in ersten Gesprächen eine Förderung von bis zu 50 Prozent in Aussicht. Die Förderung gelte jedoch ausdrücklich für Neubauten, nicht für Sanierungen. Es müssen zudem Kriterien wie etwa Bürgerbeteiligung erfüllt werden. „Bürgerbeteiligung haben wir insofern schon dokumentiert, als dass wir einen Bürgerentscheid durchgeführt haben“, sagte der Bürgermeister.

„Für die Förderung gibt es einen Katalog, den wir abarbeiten müssen“, erklärte Kämmerer Josef Teucher. Dazu gehöre beispielsweise ein Gemeinderatsbeschluss. Der Gemeinderat Bayrischzell beauftragte die Verwaltung einstimmig, einen Förderantrag zu stellen – mit förderfähigen Gesamtkosten in Höhe von bis zu 2,8 Millionen Euro.

Das Projekt ist für zwölf Jahre zweckgebunden, um die Förderung zu erhalten und muss bis zum 31. Dezember 2023 abgeschlossen werden. Die laufenden Kosten des Warmfreibades trägt die Gemeinde. „Wenn es uns gelingt, 1,4 Millionen Euro Förderung nach Bayrischzell zu holen, dann ist uns wirklich ein großer Wurf geglückt“, sagte der Bürgermeister abschließend. jw

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