Wichtige Aufgaben

„Future for Farmers“: CSU-Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft auf der Alm

Mit der CSU-Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft ging es auf die Kleintiefentalalm. Mit dabei war unter anderem auch Josef Faas von der Unteren Naturschutzbehörde (2. von links).
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Mit der CSU-Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft ging es auf die Kleintiefentalalm. Mit dabei war unter anderem auch Josef Faas von der Unteren Naturschutzbehörde (2. von links).

Nach der Fahrt mit der Taubensteinbahn ging es bei bestem Wetter zu Fuß auf dem Wanderweg weiter, wo Josef Faas von der Fachstelle Naturschutz allerlei über die Almwirtschaft zu berichten hatte. Einen römischen Nagel zum Beispiel, den er in einem Felsspalt gefunden hatte, führte er als Beweis dafür an, dass bereits in der Römerzeit Almwirtschaft betrieben wurde.

Der stellvertretende Bezirks­almbauer Martin Leitner klärte die Teilnehmer über die aktuelle Almwirtschaft in der Region auf. Deren Flächen liefern 15 bis 30 Prozent des gesamten Futterbedarfes eines Betriebes. Doch diese offenen Flächen haben noch eine weitere wichtige Seite: Würden sie mit Bäumen zuwachsen, verschwände ein abwechslungsreiches Landschaftsbild, das seinen Reiz durch den Wechsel von Wald-, Weide- und Felsflächen bezieht. Dieser Verlust hätte auch Auswirkungen auf den Tourismus, der wiederum für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region und für den Erhalt von Arbeitsplätzen unentbehrlich ist. Gerade der Wandertourismus nimmt nach neuen Erkenntnissen wieder stark zu. Ein angemessener Viehbestand je Hektar kann Erosionen und die Lawinengefahr verringern. Denkmalgeschützte Almgebäude tragen ebenfalls zur Bereicherung eines besonders schönen Landschaftsbildes bei. Der Einladung des ELF-Bezirksvorsitzenden Rupert Staudhammer folgten viele Vertreter aus der Landwirtschaft, darunter auch die Ehrenlandesbäuerin Annemarie Biechl und der Miesbacher Kreisobmann Hans Hacklinger.

Kontrovers diskutiert wurde über den landwirtschaftlichen Kurs der Staatsregierung, die Fleischsteuer, den Waldumbau und das Mercosur-Freihandelsabkommen. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Max Lehmer äußerte seine Bedenken dazu, immer mehr Entscheidungsbefugnisse von der EU in die Mitgliedsstaaten zu verlagern. Dies berge die Gefahr von weiteren Wettbewerbsnachteilen für die heimische Landwirtschaft. gb

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