Bademeister gesucht

So will Bayrischzell beim Warmfreibad weiter vorgehen

Der Sprung ins kühle Nass: 14 Tage würde die Gemeinde Bayrischzell brauchen, um in die Schwimmbadsaison zu starten.
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Der Sprung ins kühle Nass: 14 Tage würde die Gemeinde Bayrischzell brauchen, um in die Schwimmbadsaison zu starten.

Bayrischzell – Der Gemeinderat in Bayrischzell hat jüngst über das weitere Vorgehen beim Warmfreibad beraten. Vor allem ein Bademeister wird derzeit gesucht.

Das momentan noch geschlossene Warmfreibad bleibt ein Dauerthema in Bayrisch­zell. Weiterhin besteht der Wunsch, es zu öffnen – wenigstens während der Sommerferien. Die Corona-Pandemie und das Fehlen eines ausgebildeten Bademeisters erschweren die ohnehin nicht einfache Situation.

„Wenn wir keinen Bademeister mit der Qualifikation Rettungsschwimmer in Silber haben, dann handeln wir mit dem Betrieb grob fahrlässig“, erklärte Bürgermeister Georg Kittenrainer in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Der bisherige Bademeister der Gemeinde, Stefan Lamprecht, hatte im Februar die dafür notwendige Ausbildung begonnen. Diese musste aber wegen der Corona-Pandemie abgebrochen und konnte auch noch nicht wieder aufgenommen werden. Stellenausschreibungen blieben ohne Erfolg.

„Ich sehe den Weg noch nicht“, sagte Kittenrainer enttäuscht. Sein Plan wäre schon, das Bad wenigstens während der Sommerferien zu öffnen. Auch aus touristischer Sicht ist das Schwimmbad wichtig. „Die Nachfrage ist aktiv von Gästen da“, berichtete Tourist-Info-Leiterin Stephanie Hintermayer. Sie sieht das Schwimmbad als Buchungsanreiz.

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Zusätzlich zu den bereits seit Jahren bekannten technischen Problemen, wie etwa der Undichtigkeit und dem aktuellen Personalproblem, kommen dieses Jahr auch noch die Auflagen und Hygienemaßnahmen durch die Corona-Pandemie hinzu. Die Abstände müssten kontrolliert, neue Außenkabinen installiert, die Rutsche mit einer Person überwacht oder gesperrt, ein neuer Ausgang eingerichtet und die Wärmehalle geschlossen werden. „Einen normalen Betrieb der Gastronomie, wie wir es gewohnt sind, wird es auch nicht geben“, seufzte Kittenrainer.

Er hofft aber weiterhin, dass ein Betrieb in den Sommerferien möglich sein wird. Das geht nur, wenn sich ein ausgebildeter Bademeister findet und dann auch nur mit einer Schicht ohne Pause – etwa von 12 bis 17 Uhr. Auch die Badegästeanzahl wäre durch die Corona-Maßnahmen begrenzt.

Klaus Weilbach (CSU) schlug vor, auf Zeit zu spielen. Vielleicht kann Lamprecht doch noch rechtzeitig vor den Ferien die Ausbildung fertig machen. „Wir brauchen 14 Tage Vorlauf“, sagte der Bürgermeister. Und er erinnerte daran, dass diese Vorbereitung mit Streichen und Befüllen etwa 12.000 Euro kostet. „Das kann man nur machen, wenn man dann auch sicher öffnen kann“, sagte er.

Egid Stadler (CSU) schlug als allerletzte Notlösung für heuer einen Schwimmbad-Bus nach Fischbachau vor. Eine Sommerversion vom Skibus sozusagen. Das gehe allerdings nur, wenn das Fischbachauer Schwimmbad noch Kapazitäten habe. Der Gemeinderat einigte sich darauf, auf Zeit zu spielen. Erst mal abwarten und dann kurzfristig entscheiden. Über Vorschläge für einen Bademeister mit einer Rettungsschwimmerausbildung in Silber würde sich die Gemeinde freuen. jw

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