Gemeinderat verabschiedet Haushalt

Diese Projekte sind in Bayrischzell geplant – und das ohne neue Schulden

Finanzieller Hoffnungsträger: Das neue Hotel „Das Bayrischzell – Familotel Oberbayern“. Die Eröffnung ist für Ende Juli geplant.
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Finanzieller Hoffnungsträger: Das neue Hotel „Das Bayrischzell – Familotel Oberbayern“. Die Eröffnung ist für Ende Juli geplant.

Bayrischzell – Bayrischzell blickt trotz Corona-Krise positiv in die Zukunft. Der Gemeinderat hat nun den Etat für 2020 verabschiedet und hofft, ohne neue Schulden auszukommen.

Der Bayrischzeller Gemeinderat hat vor Ablauf seiner Amtsperiode Ende April einstimmig den Haushaltsplan für 2020 verabschiedet. Kämmerer Josef Teucher präsentierte die Zahlen. Der Etat hat ein Gesamtvolumen von rund 5,4 Millionen Euro.

Zahlen des Haushalts (in Euro)

  • Verwaltungshaushalt: 4,6 Millionen.

Größte Einnahmen

  • Realsteuern: 749.500.
  • Anteil Gemeinschaftssteuern: 943.500.
  • Einnahmen Verwaltung, Betrieb: 1,5 Millionen.

Größte Ausgaben

  • Umlagen: 940.400.
  • Verwaltungs- und Betriebskosten: 1,1 Millionen.
  • Personalkosten: 1,2 Millionen.

Vermögenshaushalt: 932.600.

Voraussichtlicher Schuldenstand Ende 2020: 1,93 Millionen.

Für Bürgermeister Georg Kittenrainer steht die Erledigung der Pflichtaufgaben der Gemeinde an erster Stelle. Die Steuerkraft von Bund und Ländern sei gut, und so sind auch Einkommens- und Gewerbesteuereinnahmen in Bayrisch­zell auf einem hohen Niveau. Die Fortführung des Bebauungsplans der Ortsmitte wird sich finanziell auswirken. Weiter stehen die Brandschutzsanierung der Schule mit 250.000 Euro und die Sanierung des Bahnhofsgebäudes mit 60.000 Euro, Straßenbauprojekte und die Brückensanierung in Geitau mit 42.000 Euro auf dem Plan. „Wir haben die Schulden seit 2014 auf unter 2 Millionen Euro halbiert“, sagte Kittenrainer. Auch 2020 hofft er, ohne Neuverschuldung durchzukommen. Die Entwicklung für dieses Haushaltsjahr sieht er als nicht leicht vorhersehbar und räumt einen Nachtragshaushalt ein. „Es ist ein Haushalt mit vielen Unbekannten“, sagte Kittenrainer. Gastronomie und Hotellerie haben zum jetzigen Zeitpunkt mit der Corona-Pandemie keine Perspektive. Aber der Winter war sehr gut und der Rathauschef hofft, dass sich die Situation Mitte des Jahres normalisiert. „Dann brauchen wir keine Angst zu haben“, bestätigte auch der Zweite Bürgermeister Egid Stadler, denn dann sei Urlaub dahoam angesagt. „Und da haben wir ein gutes Angebot“, ergänzte er.

Die Perspektive mit den wichtigen örtlichen Entwicklungen, wie etwa dem neuen Familienhotel und einer Sommernutzung des Sudelfelds, ist durchweg positiv und wird die Finanzsituation der künftigen Jahre verbessern. Der Schuldenstand kann durch die planmäßigen Tilgungen weiter verringert werden. Zum Jahresende 2020 wird sich die Verschuldung auf rund 1,93 Millionen Euro belaufen. jw

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