Bayerische Staatsforsten und Lowa

Gemeinsame Pflanzaktion für einen stabilen Schutzwald bei Bayrischzell

Mitarbeiter der Firma Lowa im Wald beim Pflanzen von Bäumen
+
Helfer der Firma „Lowa“ pflanzten mit dem Forstbetrieb im Staatswald bei Bayrischzell 500 junge Bäume.

Bayrischzell – Der Wald soll fit für die Zukunft werden. Vor kurzem haben zehn Mitarbeiter der Firma „Lowa“ mit dem Forstbetrieb Schliersee der Bayerischen Staatsforsten im Wald der Abteilung „Breiteneck“ 500 junge Bäumchen gepflanzt.

Diese Aktion war laut Forstbetrieb nötig, da der dortige Schutzwald überwiegend aus reinen Fichtenbeständen besteht und durch die prognostizierte Klimaerwärmung kaum Widerstand gegen Schadinsekten und längere Trockenperioden bietet. In den vergangenen Jahren wurden die Fichtenbestände immer weiter durch Borkenkäfer- und Sturmschäden aufgelichtet. „Dies führt zur Bildung eines starken Grasfilzes, was wiederum die Keimung der herabfallenden Samen erschwert oder gar unmöglich macht“, erklärt Forstbetriebsleiter Jörg Meyer. Somit sei es nötig, mittels Pflanzung die kommende Baumgeneration zu etablieren.

Gepflanzt wurden – unter der Anleitung von Förster Rudolf Kornder – fünf Baumarten: Weißtanne, Lärche, Kiefer, Vogelbeere und Eibe. „Ein zukünftig gemischter und verjüngter Schutzwald verhindert wirksam Steinschlag, Muren und Lawinen“, erklärt Meyer. In diesem Fall profitieren davon alle, die auf der Staatsstraße von Bayrischzell in Richtung Landl unterwegs sind.

Trotz des schwierigen und steilen Geländes vor Ort waren alle Beteiligten mit Freude und Ehrgeiz dabei. Das Wetter spielte hervorragend mit, die Teilnehmer konnten am Ende den schönen Herbsttag bei einer gemeinsamen Brotzeit ausklingen lassen. Meyer freut sich: „Wir sind immer sehr dankbar, wenn sich Firmen wie Lowa für einen stabilen Wald engagieren. So ein Projekt verinnerlicht die Bedeutung des Schutzwaldes und bewegt darüber hinaus zu einem naturverträglicheren Handeln im Alltag.“

Dieses Projekt war ein Beitrag zum Waldumbau. Die Bayerischen Staatsforsten haben das Ziel, ihn bis 2030 abzuschließen. Laut Meyer geht es darum, die bayerischen Staatswälder möglichst schnell fit für den Klimawandel zu machen. Die Notwendigkeit zeigte sich auch diesen Sommer wieder. Die Trockenheit in vielen Teilen Bayerns stellte die Wälder auf eine große Belastungsprobe und zog absterbende Bäume durch Borkenkäferbefall und Wassermangel nach sich. Für die Zukunft gilt es, sich bei den Baumarten breit aufzustellen und damit das Risiko für klimabedingte Ausfälle zu reduzieren. ft

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Coronavirus im Landkreis Miesbach: Scharfe Kritik an neuem Lockdown
Coronavirus im Landkreis Miesbach: Scharfe Kritik an neuem Lockdown
Was sich an den Bahnübergängen in Schliersee ändern soll
Was sich an den Bahnübergängen in Schliersee ändern soll
Coronavirus im Landkreis Miesbach: Die wichtigsten Beschlüsse des Corona-Gipfels
Coronavirus im Landkreis Miesbach: Die wichtigsten Beschlüsse des Corona-Gipfels
Coronavirus im Landkreis Miesbach: Personal und Material werden knapp
Coronavirus im Landkreis Miesbach: Personal und Material werden knapp

Kommentare